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Netanyahu: Gazastreifens soll nicht durch Palästinensische Autonomiebehörde kontrolliert werden

December 18
01:37 2023

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu ist »stolz« darauf, die Gründung eines palästinensischen Staates verhindert zu haben. Das sagte Netanyahu bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv, wie die »Times of Israel« berichtet.

»Ich bin stolz darauf, dass ich die Gründung eines palästinensischen Staates verhindert habe, weil heute jeder versteht, was dieser palästinensische Staat hätte sein können, jetzt, da wir den kleinen palästinensischen Staat in Gaza gesehen haben«, zitiert die Zeitung den Premierminister.

Netanyahu bezeichnete das Osloer Abkommen als »verhängnisvollen Fehler« und sagte, die Ergebnisse des »kleinen palästinensischen Staates im Gazastreifen«, der durch den israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 entstanden sei, zeigten, wie gefährlich es sei, palästinensische Souveränität im Westjordanland zuzulassen.

Netanyahu bestand darauf, dass er »das Osloer Abkommen geerbt« habe und dass »die Entscheidung, die PLO aus Tunis zu holen und sie im Herzen von Judäa und Samaria und im Gazastreifen anzusiedeln, eine Entscheidung war, die getroffen und umgesetzt wurde, bevor ich Premierminister wurde«.

Während der Pressekonferenz habe Netanyahu abermals versichert, dass er der Palästinensischen Autonomiebehörde nicht erlauben werde, den Gazastreifen nach dem Krieg zu kontrollieren, berichtet die »Times of Israel«. Er fügte hinzu, dass es »unter Freunden wichtig ist, keine Illusionen zu schüren«. Damit spielte er auf den Wunsch Washingtons an, dass eine »umgestaltete« Palästinensische Autonomiebehörde die Kontrolle über die Küstenenklave übernimmt, wie aus dem Bericht der »Times of Israel« hervorgeht.

Netanyahu glaubt an Einigung mit USA

Die USA hatten zuletzt die Übernahme des Gazastreifens durch die Palästinensische Autonomiebehörde gefordert, sobald diese eine Reihe von Reformen durchgeführt hat. Der Premierminister bezeichnete diese Idee jedoch als illusorisch und behauptete, seine Vision einer verlängerten israelischen Sicherheitskontrolle über einen entmilitarisierten Gazastreifen finde breite Unterstützung. »Ich schließe nicht einmal aus, dass wir mit den Vereinigten Staaten eine Einigung in dieser Frage erzielen können«, sagte er.

In seiner Rede sprach der Premierminister auch die versehentliche Tötung dreier Geiseln durch israelische Truppen an. »Alon, Samar und Yotam haben diesen Horror 70 Tage lang überlebt, sie waren nur einen Schritt von der Freiheit entfernt, sie waren der Erlösung nahe, und genau an diesem Punkt geschah eine Tragödie«, sagte er.

Der Vorfall habe die Forderung nach einer Unterbrechung der Kämpfe und nach einer Einigung über die Freilassung der Geiseln lauter werden lassen. Netanyahu beharrte jedoch darauf, dass der Krieg weitergehen werde. Der einzige Trost, den die Familien der gefallenen Soldaten haben könnten, sei, dass der Tod ihrer Angehörigen nicht umsonst gewesen sei, indem »wir sicherstellen, dass wir weiterkämpfen werden, bis wir den totalen Sieg erringen«.

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