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Kein Ende des Atomprogramms?: Irans neuer Vorschlag lässt Trump zweifeln

April 28
06:36 2026

Politik

Kein Ende des Atomprogramms?Irans neuer Vorschlag lässt Trump zweifeln

28.04.2026, 04:25 Uhr Artikel anhören(03:02 min)00:00 / 03:02

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Trump will mehr erreichen als die Öffnung der Straße von Hormus. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA kommen kaum von der Stelle. Jetzt unternimmt Teheran einen neuen Vorstoß und erklärt sich bereit, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. US-Präsident Trump ist dem Vernehmen nach wenig begeistert.

US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die "New York Times" meldet ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.

Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden. Die USA wollen erreichen, dass der Iran seine Urananreicherung beendet und zusichert, niemals eine Atomwaffe herzustelllen. Trump fürchtet laut den Informationen des "Wall Street Journal", dass der Iran nicht bereit ist, diesen zentralen Forderungen nachzukommen. Den Insidern zufolge wird das Weiße Haus voraussichtlich in den nächsten Tagen Gegenvorschläge vorlegen.

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Der Iran blockiert weiterhin den internationalen Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Die Meerenge ist unter anderem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden. Die Regierung in Teheran wirft den Vereinigten Staaten Piraterie vor, weil deren Streitkräfte zuletzt sanktionierte iranische Öltanker auf hoher See abgefangen hatten.

"Iraner können uns anrufen"

Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Am Wochenende sagte Trump eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan kurzfristig ab. Die Regierung in Islamabad vermittelt zwischen den Konfliktparteien. Gegenwärtig sehe er keinen Sinn darin, Steve Witkoff und Jared Kushner auf den langen Flug zu schicken, sagte Trump. "Die Iraner können uns anrufen, wenn sie wollen. Wir werden nicht anreisen, um nur herumzusitzen."

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Trump hat auch damit gedroht, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, falls die Verhandlungen zu keinen Ergebnissen führen. Aus Regierungskreisen ist laut WSJ aber zu vernehmen, dass es der US-Präsident lieber vermeiden will, den Krieg weiterzuführen.

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