Familie warnte Behörden vorab: Schütze von Trump-Dinner verschickte Manifest
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Familie warnte Behörden vorabSchütze von Trump-Dinner verschickte Manifest
26.04.2026, 23:07 Uhr Artikel anhören(02:30 min)00:00 / 02:30
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Kurz vor dem Presse-Dinner in Washington schickte der bewaffnete Angreifer ein Manifest an seine Angehörigen. Er nannte sich einen freundlichen Killer, sein Ziel sei die US-Regierung. Die Familie hatte die Behörden schon vor ihm gewarnt.
Der Schütze vom Washingtoner Presse-Dinner hat einem Insider zufolge kurz vor seiner Tat ein Manifest an seine Familie verschickt. Darin habe er die Sicherheitsvorkehrungen am Tatort verhöhnt und Regierungsmitglieder als Ziele aufgelistet, erfuhr Reuters aus Polizeikreisen. Der Mann habe sich selbst als "Friendly Federal Assassin" (freundlicher Bundes-Attentäter) bezeichnet. Er sei dem Manifest zufolge mit mehreren Waffen in das Hotel gelangt, ohne dass jemand in ihm eine Bedrohung gesehen habe. Auf seiner Zielliste standen demnach hochrangige Regierungsvertreter.
Präsident Donald Trump sagte dem Sender Fox News, der Verdächtige trage viel Hass in seinem Herzen und hasse Christen. Er sei "ein kranker Typ". In dem Schreiben hieß es dem Insider zufolge, die andere Wange hinzuhalten, wenn jemand anderes unterdrückt werde, sei kein christliches Verhalten, sondern Mitschuld an den Verbrechen des Unterdrückers. Der 31-jährige Angreifer aus dem kalifornischen Torrance war nach Angaben des kommissarischen Justizministers Todd Blanche mit dem Zug über Chicago nach Washington gereist.
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Secret-Service-Agent getroffen
Der Bewaffnete hatte am Samstagabend an einer Sicherheitskontrolle im Washington Hilton mit einer Schrotflinte auf einen Secret-Service-Agenten geschossen, dem seine Schutzweste das Leben rettete. Der Verdächtige soll am Montag vor einem Bundesgericht unter anderem wegen des versuchten Mordes an einem Bundesbeamten angeklagt werden.
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Seine Familie hatte den Behörden zufolge im Vorfeld Bedenken geäußert. Aus Kreisen des Präsidialamts verlautete, seine Schwester habe von radikalen Äußerungen, der Teilnahme an einem Anti-Trump-Protest und Plänen, "etwas" zu unternehmen, berichtet. Der Vorfall reiht sich in eine Zunahme politischer Gewalt in den USA ein, von der in den vergangenen Monaten unter anderem der konservative Aktivist Charlie Kirk und die demokratische Abgeordnete Melissa Hortman betroffen waren.

