Frankreich: Am Flughafen Vatry festgehaltene Inder fliegen zurück nach Indien
Mehr als 300 Inderinnen und Inder wurden vier Tage lang in der Empfangshalle eines kleinen Flughafens in der Champagne festgehalten. Sie waren mit der rumänischen Fluggesellschaft Legend Airlines auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Nicaragua. Ihr Flugzeug sollte in Vatry einen Tankstopp einlegen – und wurde dann von der französischen Justiz am Weiterflug gehindert. Es habe einen anonymen Hinweis gegeben, dass die Passagiere an Bord Opfer von Menschenhandel sein könnten, erklärte die Staatsanwaltschaft.
Nun hat ein Großteil der Festgehaltenen die Heimreise nach Indien angetreten. Die Maschine hob am Montagnachmittag mit 276 Menschen an Bord Richtung Mumbai ab, teilte die Präfektur des Departements Marne mit. 25 Passagiere, darunter fünf Minderjährige, sind noch immer in Frankreich und wollen dort offenbar Asyl beantragen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Zwei indische Passagiere wurden demnach am Montag einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Den beiden Männern wurde Menschenhandel vorgeworfen. Nach der Anhörung seien sie auf freien Fuß gesetzt worden, es werde gegen sie aber weiterhin wegen Beihilfe zur illegalen Einreise ermittelt, hieß es aus Justizkreisen. Nach Angaben ihrer Anwälte wurde ihre sofortige Ausreise aus Frankreich angeordnet.

