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Russland-Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj macht Ukrainern zu Weihnachten Mut

December 25
12:26 2023

In einer Weihnachtsbotschaft hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an seine Landsleute gewandt. »Am Ende wird die Dunkelheit verlieren. Das Böse wird besiegt«, sagte Selenskyj in einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft. An den Feiertagen bete das ganze Land zusammen, sagte Selenskyj. »Für unsere Freiheit. Für unseren Sieg. Für unsere Ukraine

Die Ukraine hat das bisher vor allem am 7. Januar gefeierte orthodoxe Weihnachtsfest mittlerweile auf den 25. Dezember verlegt. Einzig die lange mit Moskau verbundene ukrainisch-orthodoxe Kirche hält weiter am alten Termin fest.

Der Staatschef erinnerte an alle Familien, die in diesem Jahr erneut ohne ihre Ehemänner, Söhne und Väter feiern müssen, die im Verteidigungskrieg gegen Russland in der Armee kämpfen. Und er dankte allen ukrainischen Soldaten, die Weihnachten in den Schützengräben an der Front verbringen. Doch nicht nur an den Fronten wird an Weihnachten weiter gekämpft:

  • Russland hat die Ukraine erneut mit Drohnen angegriffen, Explosionen wurden am späten Abend aus der Region Odessa gemeldet.

  • In der südukrainischen Region Cherson sind bei russischen Angriffen insgesamt fünf Zivilisten gestorben, wie die regionale Polizei mitteilte.

  • Nach russischen Angaben ist im russisch besetzten Gebiet Donezk eine Frau durch ukrainischen Beschuss gestorben.

In der ukrainischen Hauptstadt hielt der deutsche Pfarrer Wolfgang Heldt-Meyerding zum zweiten Mal einen Weihnachtsgottesdienst ab. »Wir sind voller Sehnsucht nach Frieden, es ist das zweite Weihnachten, in dem es uns in unseren Herzen eng wird bei den Gedanken an Not und Tod, Schmerz und Trauer, die dieser Krieg verursacht«, sagte der Flensburger in der deutschen Kirche St. Katharina in Kiew.

In seiner Predigt erinnerte Heldt-Meyerding an die Opfer, aber auch an den Zusammenhalt der Ukrainer und die gegenseitige Hilfe der Menschen. Der Gottesdienst wurde zweisprachig – auf Deutsch und auf Ukrainisch – abgehalten.

Auch in deutschen Kirchen war der Krieg in der Ukraine – ebenso wie der in Israel – Thema vieler Weihnachtspredigten. Die Konflikte mit ihren Tausenden von Opfern würden »mit zunehmendem Schrecken und Entsetzen wahrgenommen«, sagte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck laut Redetext im Essener Dom. »Es gehört nicht nur zu den Paradoxien, sondern zudem zu den Abgründigkeiten dieser Konflikte, dass in der Ukraine mit dem Überfall der Russen Christen gegen Christen kämpfen.«

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