Wenige Wochen vor Wahl: Berlins Regierender Bürgermeister Wegner zieht Spitzenkandidatur zurück
Politik
Wenige Wochen vor WahlBerlins Regierender Bürgermeister Wegner zieht Spitzenkandidatur zurück
10.07.2026, 14:51 Uhr Artikel anhören(01:25 min)00:00 / 01:25
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Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner gibt seine Spitzenkandidatur für die Wahl des Abgeordnetenhauses im September auf. Bis dahin bleibt er aber im Amt.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner wird seine Spitzenkandidatur für die Wahl des Abgeordnetenhauses im September zurückziehen. Das erklärte bei einer Pressekonferenz am Nachmittag. Er soll bis zur Wahl jedoch Regierender Bürgermeister bleiben. Der 53-Jährige begründete dies damit, wegen der anhaltenden Kritik an seiner Kommunikation beim Stromausfall im Januar nicht mehr bei der Bevölkerung mit seinen Themen durchzukommen. Deshalb werde er den Kreisvorsitzenden der Berliner CDU am Freitagabend den Verzicht auf die Spitzenkandidatur erklären.
"Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht. Und ich ärgere mich am meisten darüber. Das war Mist", sagte Wegner in einer Stellungnahme. Er ziehe seine Kandidatur zurück, um der CDU in der Hauptstadt den Weg freizumachen, bei der Wahl im September mit einem Neuanfang anzutreten, um ein Linksbündnis im Senat zu verhindern, erklärte Wegner.
Neuer Spitzenkandidat soll Medienberichten zufolge Stefan Evers werden. Evers ist seit April 2026 Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin im Senat Wegner.
Hintergrund ist eine monatelange Debatte um falsche Angaben Wegners über sein Krisenmanagement nach einem großen Stromausfall im Januar. In der CDU rumort es, weil die Partei in einer Umfrage zuletzt auf 17 Prozent abgerutscht ist. Es gab Forderungen an Wegner, auf seine Spitzenkandidatur zu verzichten.

