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Awacs-Flotte wird ausgetauscht: Nato-Länder kaufen neue Aufklärer bei Saab

July 07
15:05 2026

Wirtschaft

Awacs-Flotte wird ausgetauschtNato-Länder kaufen neue Aufklärer bei Saab

07.07.2026, 13:21 Uhr Artikel anhören(03:21 min)00:00 / 03:21

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Nato-Generalsekretär Rutte und Schwedens Ministerpräsident Kristersson beim Nato-Rüstungsforum im Vorfeld des Gipfels. (Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)

Die Flotte der Nato-Überwachungsflugzeuge wird absehbar außer Dienst gestellt. Mehrere Länder, darunter Deutschland, beteiligen sich an der Erneuerung. Der milliardenschwere Auftrag soll nicht in die USA gehen.

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara haben mehrere Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, den gemeinsamen Kauf zehn neuer Aufklärungsflugzeuge des schwedischen Herstellers Saab angekündigt. Der Schritt werde sicherstellen, dass die "von der Nato betriebenen und kontrollierten Überwachungs- und Frühwarnfähigkeiten über Jahrzehnte hinweg stark und glaubwürdig bleiben", sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf dem Nato-Rüstungsforum in der türkischen Hauptstadt.

Aus Nato-Kreisen verlautete, im Laufe des Tages würden Rüstungsverträge im Wert von mehr als 50 Milliarden Dollar (rund 44 Milliarden Euro) unterzeichnet werden. Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson betonte, der Kauf der Aufklärungsflugzeuge werde die Fähigkeit der Nato stärken, "Aggression abzuschrecken, verbündetes Gebiet zu verteidigen und die Freiheit und Sicherheit von nahezu einer Milliarde Bürger zu schützen".

Saab stellt unter dem Namen Globaleye fliegende Radarsysteme her. Die derzeitige Flotte der Überwachungsflugzeuge – "Airborne Warning and Control System", kurz Awacs – der Nato wird 2035 außer Dienst gestellt. Neben Deutschland beteiligen sich Belgien, Kanada, Dänemark, Lettland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Rumänien und Schweden an dem neuen Awacs-Projekt.

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Saab bestätigte den Beginn der Verhandlungen über den Kauf von zehn Aufklärungsflugzeugen. Ein Vertrag oder eine Bestellung gebe es aber noch nicht, erklärte der Konzern.

Boeing ist raus

2023 hatte die Nato die Beschaffung von sechs Boeing-Maschinen vom Typ E-7 Wedgetails angekündigt, um die alte Awacs-Flotte zu ersetzen. Vergangenes Jahr entschied das Konsortium aus sechs Nato-Ländern jedoch, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, nachdem die USA ihre Beteiligung an der Finanzierung beendet hatten.

Neben dem Kauf von Aufklärungsflugzeugen kündigte die Nato die Auslieferung eines zehnten Transport- und Tankflugzeugs vom Typ Airbus A330 MRTT an. Damit komme die Nato "dem vollständigen MRTT-Bestand von zwölf Flugzeugen einen Schritt näher", sagte Rutte. Die Bündnispartner starteten demnach außerdem ein neues multinationales Projekt mit Schwerpunkt auf dem Transportflugzeug Airbus A400M.

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Das Nato-Rüstungsforum bringt Vertreter von Politik, Militär und Industrie zusammen. Bei einer Pressekonferenz am Montag hatte Rutte in diesem Zusammenhang bereits Rüstungsverträge "im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar" angekündigt. Der zweitägige Nato-Gipfel beginnt am Abend in der türkischen Hauptstadt. Erwartet werden die Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Staaten, darunter US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz.

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