250. Geburtstag der USA: Rechtsextremistische “Patriot Front” marschiert durch Washington
Politik
250. Geburtstag der USARechtsextremistische "Patriot Front" marschiert durch Washington
04.07.2026, 21:29 Uhr Artikel anhören(02:48 min)00:00 / 02:48
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Ihr Ziel ist ein "weißer Ethnostaat": In Washington ziehen Mitglieder der rechtsextremistischen "Patriot Front" durch die Stadt. Die örtlichen Sicherheitskräfte beobachten die Lage.
Mitglieder der nationalistischen US-Gruppierung "Patriot Front" sind am 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit durch die US-Hauptstadt Washington marschiert. Fotos und Videos in sozialen Medien zeigen Dutzende maskierte Menschen mit Fahnen vor dem Hauptbahnhof Union Station und im Viertel Capitol Hill. Laut "Washington Post" marschierten Hunderte uniformierte Mitglieder der Gruppierung in Richtung des Kapitols.
"Das Metropolitan Police Department verfolgt die heute Morgen im Viertel Eastern Market stattgefundenen Vorfälle, die unter das Recht auf freie Meinungsäußerung fielen", teilte die örtliche Polizeibehörde auf Anfrage mit. Trotz des Rechts "jedes Einzelnen, seine Meinung friedlich zu äußern", wollen sich die Beamten für die öffentliche Sicherheit der Einwohner und Besucher der Hauptstadt einsetzen. Heute feiern die USA ihren 250. Geburtstag.
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Die "Patriot Front" (Patriotische Front) ist nach Angaben der Anti-Diskriminierung-Organisation (ADL) und des gemeinnützigen Southern Poverty Law Centers (SPLC) eine rechtsextreme und neonazistische Gruppierung. Sie entstand im August 2017 als Abspaltung der Organisation "Vanguard America" nach rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville im Bundesstaat Virginia. Ziel der Gruppierung ist die Errichtung eines weißen Ethnostaates. Die Organisation fällt demnach durch straff durchorganisierte, teils unangemeldete Aufmärsche auf.
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Das wochenlange Jubiläumsprogramm zum 250. Geburtstag der USA umfasst religiöse Veranstaltungen mit vorwiegend konservativen christlichen Rednern sowie Sportereignisse, darunter Kampfsport-Wettbewerbe auf dem Gelände des Weißen Hauses anlässlich von Trumps 80. Geburtstag. Kritiker werfen den Organisatoren vor, mit so genannten "Freedom Trucks" eine übermäßig religiöse Version der US-Geschichte zu verbreiten und Themen wie Sklaverei und rassistische Ungerechtigkeit auszublenden. Präsident Donald Trumps Versuch, die Hauptstadt vor dem Jubiläum umfassend zu sanieren, stieß auf Probleme. So kam es im Wasserbecken vor dem Lincoln Memorial trotz einer 15 Millionen Dollar teuren Renovierung zum Abblättern von Farbe und zu Algenbefall.

