Großeinsatz in Oberbayern: Mehrere Schwerverletzte an Gymnasium – Verdächtiger festgenommen
Panorama
Großeinsatz in OberbayernMehrere Schwerverletzte an Gymnasium – Verdächtiger festgenommen
08.07.2026, 13:47 Uhr Artikel anhören(00:51 min)00:00 / 00:51
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Noch sind die genauen Umstände unklar. Die Polizei in Bayern meldet nach einem Großeinsatz mehrere verletzte Schüler – und die Festnahme eines 16-Jährigen.
Bei einer möglichen Amoktat an einem Gymnasium in Oberbayern sind mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Die beiden seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin. Sie schweben nicht mehr in Lebensgefahr. Ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, müsse noch geklärt werden, sagte die Polizeisprecherin. Wie viele Menschen insgesamt wie schwer verletzt wurden, blieb zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunächst von einer einstelligen Zahl. Der Vorfall deute auf eine Amoklage hin, hatte er gesagt.
Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Bei ihm handelt es sich um einen 16-Jährigen. Nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann war der Täter nach ersten Erkenntnissen auch mit einer Schusswaffe bewaffnet. "Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war", sagte der CSU-Politiker am Rande einer Veranstaltung seiner Fraktion am Chiemsee. Die Polizei bestätigte wenig später, dass der 16-Jährige ein Messer und eine Schusswaffe mit sich geführt hatte.
Zudem sagte Herrmann, es gebe Hinweise darauf, dass es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler handelt. Das sei aber noch nicht gesichert. Der Täter sei in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung gewesen. Weitere Hintergründe und Details könne man aber noch nicht nennen, das werde nun alles sorgfältig recherchiert. Einen weiteren Täter gibt es nach Worten Herrmanns nach derzeitigem Stand nicht.
Verdächtiger gefasstAmok in Schongau: "Zwei schwerletzte Mädchen bestätigt"
Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium in Schongau im Einsatz sei. Zum Grund äußerten sich die Beamten zunächst nicht. Allerdings wurden die Menschen vor Ort aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.
Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. Laut Internetseite werden dort etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule. In Bayern laufen die letzten Wochen des Schuljahres. Abiturienten haben bereits vor knapp zwei Wochen, am 26. Juni, ihre Zeugnisse erhalten, bei den restlichen Schülern steht dies am 31. Juli an.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach seine Anteilnahme aus: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau. Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern."

