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USA starten Luftangriffe gegen irakische und syrische Milizen

February 03
02:46 2024

Das US-Militär hat nach dem tödlichen Angriff proiranischer Milizen in Jordanien mit Gegenschlägen auf Ziele im Irak und in Syrien reagiert. Die Luftangriffe hätten mehr als 85 Zielen gegolten, die in Verbindung mit den Revolutionswächtern Irans und den von diesen unterstützten Milizen stünden, teilte das US-Militär am Freitag mit. Es seien unter anderem Kommandozentralen, Geheimdienststandorte und Waffenlager beschossen worden.

Syrische Staatsmedien meldeten ebenfalls die US-Angriffe auf Gebiete in Syrien, unter anderem nahe der Grenze zum Irak.

Bei dem Beschuss eines Militärstützpunkts im Nordosten Jordaniens nahe der Grenze zu Syrien waren laut dem US-Zentralkommando für den Nahen Osten am Sonntag drei US-Soldaten getötet und Dutzende weitere verletzt worden. US-Präsident Joe Biden machte eine proiranische Gruppe für den Angriff verantwortlich und kündigte eine Reaktion an. Am Mittwoch schrieb die US-Regierung die Attacke offiziell einer Gruppe mit dem Namen »Islamischer Widerstand im Irak« zu, die den Angriff zuvor bereits für sich reklamiert hatte.

Es handelt sich um eine Art Dachgruppe für proiranische Milizen im Irak, die seit den Terrorakten der islamistischen Hamas vom 7. Oktober in Israel gemeinsam unter diesem allgemeinen Namen auftreten. Dazu gehört die vom Iran unterstützte Kataib Hisbollah. Sie zählt zu den stärksten Milizen im Irak und fordert den Abzug der US-Truppen aus dem Land. Der Nordosten Jordaniens, wo sich die tödliche Attacke mit den US-Soldaten ereignete, grenzt sowohl an Syrien als auch an den Irak.

Am Freitag wohnte Biden auf einem Luftwaffenstützpunkt im Bundesstaat Delaware der Ankunft der sterblichen Überreste der getöteten US-Soldaten bei – kurze Zeit später startete der Gegenschlag. Er habe Militärschläge gegen Einrichtungen im Irak und in Syrien angeordnet, die mit den Gruppen in Verbindung stehen, die die US-Streitkräfte angegriffen haben, sagte der US-Präsident in einer schriftlichen Erklärung. Die Reaktion werde fortgesetzt.

»Unsere Antwort hat heute begonnen. Wir werden zu gegebener Zeit und an Orten unserer Wahl weitermachen«, so Biden weiter. »Die Vereinigten Staaten suchen keinen Konflikt im Nahen Osten oder anderswo auf der Welt. Aber alle, die uns schaden wollen, sollen wissen: Wenn ihr einem Amerikaner schadet, werden wir antworten.«

Für den US-Präsidenten ist das Vorgehen gegen die Milizen ein Drahtseilakt. Er will einerseits vermeiden, dass sein Land in einen regionalen Krieg im Nahen Osten hereingezogen wird. Andererseits will er Stärke zeigen und ein Ende der Angriffe erreichen. Gleichzeitig ist er in den USA unter Druck – einige Republikaner fordern aggressivere Gegenmaßnahmen auf die Angriffe gegen das US-Militär.

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