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Offenbar schwere Kämpfe im südlichen Gazastreifen

December 02
08:15 2023

Israelische Medien berichten über schwere Kämpfe im südlichen Gazastreifen, besonderes in der Gegend um Chan Junis. Demnach hat Israels Militär auch in der Nacht zum Samstag Ziele der islamistischen Hamas und anderer Terrorgruppen massiv angegriffen. In Chan Junis sollen sich Teile der Hamas-Führung aufgehalten haben, hieß es.

Laut der Zeitung »The Times of Israel« habe das israelische Militär in der Stadt Flugblätter abgeworfen, in denen die Bewohner aufgefordert worden seien, nach Rafah im Süden zu fliehen. Israels Armee hat nach eigener Darstellung seit Ende der Feuerpause Hunderte Ziele im Norden und im Süden des Gazastreifens angegriffen.

Nach Angaben der Armee soll auf Gebiete gezielt worden sein, die mit Sprengstofffallen versehen waren, sowie auf Schächte von Tunneln, Abschussrampen und Kommandozentralen der Hamas. Es wurden demnach Ziele im Norden, aber auch Ziele in Rafah im Süden des Gazastreifens attackiert. Die Angaben waren nicht unabhängig zu überprüfen.

Bericht: USA lieferten Israel bunkerbrechende Bomben

Die USA lieferten Israel für den Krieg einem Bericht zufolge 100 Bunkerbrecher-Bomben sowie weitere Zehntausende andere Waffen. Wie die US-Zeitung »Wall Street Journal« unter Berufung auf US-Beamte berichtete, wurden Israel nach dem Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober allein 100 Bunkerbrecher-Bomben bereitgestellt. Die Lieferung von zusätzlichen Waffen und Munition, darunter etwa 15.000 Bomben sowie 57.000 Artilleriegeschosse, habe kurz nach dem Hamas-Angriff auf Israel begonnen und sei in den vergangenen Tagen fortgesetzt worden.

Israels Armee hat sich nach Angaben eines Sprechers keine zeitliche Begrenzung für den Gazakrieg gesetzt. »Wir sind entschlossen, die Hamas so lange zu bekämpfen, wie es nötig ist«, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus und fügte hinzu: »Wir haben keine andere Wahl«. Conricus bekräftige abermals das Kriegsziel seines Landes, die Terrororganisation vollends zu vernichten, damit sie künftig keine Gefahr mehr für Israel darstelle.

Der Sprecher reagierte damit auf Medienberichte, wonach US-Außenminister Antony Blinken bei seinen jüngsten Gesprächen mit der israelischen Führung angeblich von drei Wochen gesprochen habe, die Israel habe, den Krieg wie im bisherigen Umfang fortzuführen. Er sei sich nicht sicher, ob Israel die internationale Unterstützung haben würde, um länger mit der Intensität wie vor der Feuerpause weiterzukämpfen, wurde Blinken in israelischen Medien wiedergegeben.

Baerbock ruft Araber zur Zusammenarbeit für Nahost-Friedenslösung auf

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock rief die arabischen Staaten angesichts der neuen schweren Kämpfe zu konstruktivem Zusammenwirken für eine Friedenslösung auf. »Alle, die das Leid beenden wollen, müssen jetzt zusammenarbeiten«, sagte die Grünenpolitikerin. »Denn der Schlüssel für ein Leben in Frieden und Sicherheit für Israelis und Palästinenser liegt auch in der Region.«

Gerade in den Stunden, in denen um eine Fortführung der humanitären Feuerpausen gerungen werde, sei ihr »ein enger Austausch mit den konstruktiven und moderaten arabischen Staaten der Region wichtig. Das haben wir von Anfang an zu unserer Priorität gemacht, in diesem Engagement werden wir nicht nachlassen.« Baerbock hob besonders die Vermittlungsaktivitäten von Katar, Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie von Bahrain und Marokko hervor.

Medien: Israelischer Angriff auf Damaskus abgewehrt

Die syrische Luftabwehr hat am frühen Samstagmorgen einen israelischen Raketenangriff auf Ziele in der Nähe von Damaskus abgewehrt, berichten die staatlichen syrischen Medien. Demnach seien die meisten Raketen abgeschossen wurden. »Der israelische Feind führte einen Luftangriff aus Richtung des besetzten syrischen Golan durch, der einige Orte in der Nähe der Stadt Damaskus zum Ziel hatte«, berichtet die staatliche syrische Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine militärische Quelle. Es habe nur materielle Schäden gegeben, hieß es weiter.

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