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Israel-Gaza-Krieg: Raketenfehlschuss wohl Ursache für Krankenhaus-Explosion – der Überblick

November 27
08:36 2023

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Hinweise darauf, dass eine fehlgezündete Rakete die wahrscheinliche Ursache für die Explosion in einem Krankenhaus im Gazastreifen am 17. Oktober gewesen ist. »Die Explosion, die am 17. Oktober 2023 im Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza-Stadt zahlreiche Zivilisten tötete und verletzte, wurde offensichtlich durch eine raketengetriebene Munition ausgelöst, wie sie üblicherweise von bewaffneten palästinensischen Gruppen eingesetzt wird«, teilte HRW mit.

Die Ergebnisse der Untersuchung der Explosion basierten auf der Auswertung von Fotos und Videos, Satellitenbildern sowie Interviews mit Zeugen und Experten. Die Explosion im Al-Ahli Krankenhaus löste in der gesamten arabischen Welt Empörung aus. Die Palästinenser machten einen israelischen Luftangriff dafür verantwortlich. Israel erklärte dagegen, die Explosion sei durch einen fehlgeleiteten palästinensischen Raketenabschuss verursacht worden.

Hoffnung auf längere Feuerpause

Neben US-Präsident Joe Biden hat sich auch die französische Außenministerin Catherine Colonna für eine Verlängerung der Feuerpause im Gazakrieg ausgesprochen. Es wäre »gut, hilfreich und notwendig«, die Waffenruhe zu verlängern, bis alle Geiseln, darunter auch französische Staatsangehörige, freigelassen seien, sagte Colonna am Sonntag in einem Interview des Fernsehsenders »BFM TV«, wie andere französische Medien in der Nacht zum Montag berichteten. Ähnlich hatte sich auch Biden geäußert.

Die von Katar vermittelte Kampfpause zwischen Israel und der islamistischen Hamas war für zunächst für vier Tage angesetzt. Sie war am Freitagmorgen in Kraft getreten und soll laut Abkommen bis zu zehn Tagen verlängert werden können.

Zustand der freigelassenen Geiseln

Die drei kürzlich freigelassenen thailändischen Geiseln sind nach Angaben von Thailands Rgeierung bei guter Gesundheit. Dies teilt der thailändische Ministerpräsident Srettha Thavisin auf der Social-Media-Plattform X mit. Er sei glücklich, dass die drei Personen gesund seien und keine dringende medizinische Behandlung bräuchten, schreibt Thavisin. Thailands Außenministerium zufolge sollen die insgesamt 17 freigelassenen Geiseln so bald wie möglich nach Thailand zurückgebracht werden. »Für die verbleibenden 15 thailändischen Geiseln unternimmt die königliche thailändische Regierung weiterhin alle Anstrengungen, um ihre sichere Freilassung zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erreichen«, heißt es in der Erklärung des Ministeriums weiter.

Im Gegensatz dazu ist die Israelin Elma Avraham nach ihrer Freilassung noch nicht gerettet: Die 84-Jährige liege auf der Intensivstation und schwebe in Lebensgefahr, teilte der Direktor des Soroka-Krankenhauses in Beerscheva, Schlomi Codisch, am Sonntagabend mit.

Die 84-Jährige war am Sonntag zusammen mit 16 weiteren Geiseln im Gazastreifen freigelassen worden. Sie wurde sofort per Hubschrauber in die Klinik gebracht. Weil sie während ihrer Geiselhaft seit dem 7. Oktober nicht versorgt worden sei, müsse sie nun stabilisiert werden. »Ihr Leben ist in Gefahr«, sagte der Klinikdirektor.

Die alte Dame, eine Künstlerin, war bei dem brutalen Überfall der radikalislamischen Hamas aus ihrem Kibbuz Nahal Oz im Süden Israels verschleppt worden.

Großdemo in London

Einen Tag nach einer pro-palästinensischen Großdemonstration in London sind am Sonntag in der britischen Hauptstadt tausende Menschen gegen Antisemitismus auf die Straße gegangen, darunter auch Ex-Premierminister Boris Johnson. Der von einem britischen Aktionsbündnis gegen Antisemitismus organisierte Marsch führte zum britischen Parlament.

Auf ihrem Weg trugen einige Teilnehmer Plakate mit der Aufschrift »Null Toleranz für Antisemitismus«. Andere schwenkten israelische und britische Flaggen und hielten Fotos von israelischen und ausländischen Geiseln in den Händen, die von der radikalislamischen Hamas bei ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober in den Gazastreifen entführt worden waren.

Was heute passiert

Der US-Technologieunternehmer Elon Musk wird bei einem Besuch in Israel am Montag Präsident Isaac Herzog und Angehörige der in den Gazastreifen verschleppten Geiseln treffen. Wie Herzogs Büro am Sonntagabend mitteilte, will der israelische Präsident bei dem Gespräch mit Musk die Notwendigkeit unterstreichen, den »zunehmenden Antisemitismus im Internet zu bekämpfen«.

An dem Treffen sollen auch Angehörige der von der radikalislamischen Hamas verschleppten Geiseln teilnehmen, »die über die Schrecken des Terrorangriffs der Hamas und den anhaltenden Schmerz und die Ungewissheit für die Gefangenen sprechen werden«, wie Herzogs Büro mitteilte.

Musks Onlinedienst X, das ehemalige Twitter, steht seit dem brutalen Angriff der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gazakriegs verstärkt in der Kritik, zu wenig gegen Antisemitismus und andere problematische Inhalte auf der Plattform zu tun. Im Zusammenhang mit dem Gazakrieg war es auf X zu einer Zunahme von Falschinformationen und Hassbotschaften gekommen.

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