Corona-Impfstoff: AstraZeneca in der Kritik – was wirklich dahintersteckt
Icon: vergrößernImpfstoff von AstraZeneca und der Uni Oxford: In Großbritannien ist er schon zugelassen
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Kurz vor einer möglichen Zulassung des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca und der Uni Oxford machen immer neue Hiobsbotschaften rund um die Vakzine die Runde. Erst musste das Unternehmen einräumen, dass es statt 80 Millionen Impfstoffdosen bis Ende März nur 31 Millionen an die Europäische Union liefern kann. Nun berichtete das »Handelsblatt« unter Berufung auf Regierungskreise, der Vektorimpfstoff sei bei Menschen im Alter von über 65 Jahren nur zu acht Prozent wirksam.
Auch die »Bild«-Zeitung erklärte unter Berufung auf Regierungskreise, dass der Impfstoff von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA nur eine Zulassung für unter 65-Jährige erhalten solle. Deutschland müsste seine Strategie, zuerst die Hochbetagten zu impfen, für das Produkt dann überdenken.
Womöglich könnte der Impfstoff vor allem an medizinisches Personal verimpft werden, das ebenfalls in der Gruppe mit höchster Priorität steht. Alternativ könnten statt Menschen über 80 vorzeitig Menschen ab 60 die Impfung erhalten. Am Dienstagabend wurde bekannt, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Änderung der Impfreihenfolge erwägt.

