Nach G7-Beratungen: Deutschland gibt wegen des Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei
Wirtschaft
Nach G7-BeratungenDeutschland gibt wegen des Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei
11.03.2026, 11:39 Uhr Artikel anhören(01:08 min)00:00 / 01:08
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Der Krieg im Nahen Osten belastet den Ölpreis massiv. Deutschland will nun mit der Freigabe eines Teils seiner Reserven für Abhilfe sorgen.
Deutschland gibt einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise. Eine Freigabe der Notfall-Ölvorräte wird von der Internationalen Energie-Agentur (IEA) koordiniert. Sie hat laut einem Medienbericht ihren Mitgliedsländern – darunter Deutschland – die Freigabe von Ölreserven vorgeschlagen.
Die IEA verpflichtet ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Deutschland hatte Zahlen der IEA zufolge im November vergangenen Jahres 34,42 Millionen Tonnen Öl auf Vorrat. Ein großer Teil davon ist Rohöl, das nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums vor allem in Norddeutschland gelagert wird. Diesel-, Benzin-, Heizöl- und Kerosinvorräte sind hingegen über das Bundesgebiet verteilt.
Freigabe von Vorräten begonnenWas hat es mit den Ölreserven der IEA auf sich?
Die Ölpreise sind am Vormittag mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Straße von Hormus am Persischen Golf gestiegen. Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag. Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.
Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen. Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Straße von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.
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Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer größeren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmaßlichen Angriff des Iran getroffen worden. Ein "unbekanntes Geschoss" habe an der Einfahrt zur Straße von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt.

