Zölle und Porsche belasten: Gewinn bei Volkswagen um knapp die Hälfte eingebrochen
Wirtschaft
Zölle und Porsche belastenGewinn bei Volkswagen um knapp die Hälfte eingebrochen
10.03.2026, 07:35 Uhr Artikel anhören(01:28 min)00:00 / 01:28
- 0.5x
- 0.8x
- 1.0x
- 1.2x
- 1.5x
- 2.0x

Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Ein Grund dafür sind die US-Zölle, ein anderer die schlecht laufenden Geschäfte bei Porsche. Für 2026 wird aber ein Umsatzplus erwartet.
Europas größter Autobauer Volkswagen hat 2025 wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump und dem Kurswechsel bei Porsche einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Betriebsgewinn halbierte sich in etwa auf 8,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz stagnierte bei 322 Milliarden Euro.
Finanzchef Arno Antlitz sagte, das Jahr sei von geopolitischen Spannungen, Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität geprägt gewesen. Die Restrukturierung bei dem Unternehmen zeige zwar Fortschritte, und der Netto-Cashflow sei besser ausgefallen als erwartet. "Das aktuelle Ergebnisniveau von bereinigt 4,6 Prozent vor Restrukturierung reicht aber langfristig nicht aus."
Für das laufende Jahr sagen die Wolfsburger ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent voraus. Bei der operativen Rendite haben sie sich vier bis 5,5 Prozent vorgenommen, eine deutliche Verbesserung zu den 2,8 Prozent im vergangenen Jahr.
Üble Zahlen bei Porsche
Wie Volkswagen mitteilte, belief sich das operative Ergebnis von Porsche 2025 auf 90 Millionen Euro – nach knapp 5,3 Milliarden Euro im Jahr davor. Inklusive Finanzdienstleistungen erzielte die Sportwagenschmiede 413 Millionen Euro (2024: 5,6 Milliarden Euro). Analysten von Visible Alpha hatten mit knapp einer halben Milliarde Euro Betriebsgewinn einschließlich Finanzdienstleistungen gerechnet.
Standort Wolfsburg stärkenVW-Betriebsrat fordert mehr Durchgriff des Konzerns – Golf 9 kommt
Porsche leidet unter einem Absatzeinbruch in China, gestiegenen US-Zöllen und einer Fehleinschätzung zum Tempo des Umstiegs auf Elektroautos. Da die Sportwagenfans am Verbrennungsmotor hängen, verlegt sich Porsche wieder stärker auf Modelle mit konventionellen, klimaschädlichen Antrieben. Für 2026 erwartet der Autobauer nach Aussagen auf einer Analystenkonferenz Ende Januar einen weiteren Absatzrückgang, die Rendite soll sich aber auf mehr als fünf Prozent erholen.

