Nachrichten in der Welt


Nachrichten der Welt

US-Präsident rudert zurück: Trump lehnt Offensive der Kurden im Iran ab

March 08
09:07 2026

Politik

US-Präsident rudert zurückTrump lehnt Offensive der Kurden im Iran ab

08.03.2026, 03:08 Uhr Artikel anhören(03:03 min)00:00 / 03:03

  • 0.5x
  • 0.8x
  • 1.0x
  • 1.2x
  • 1.5x
  • 2.0x
DOVER-DELAWARE-UNITED-STATES-MARCH-07-U-S-President-Donald-Trump-is-seen-as-the-plane-carrying-U-S-soldiers-killed-in-the-Iranian-retaliatory-strikes-arrives-at-Dover-Delaware-United-States-on-March-07-2026-U-S-Army-Reserve-Members-Maj-Jeffrey-OAeoBrien-Capt-Cody-Khork-Chief-Warrant-Officer-3-Robert-M-Marzan-Sgt-1st-Class-Nicole-Amor-Sgt-1st-Class-Noah-Tietjens-and-Sgt-Declan-Coady-were-killed-in-the-retaliatory-Iranian-strike-on-Port-of-Shuaiba-Kuwait
Am Donnerstag hatte sich Trump "voll und ganz" für eine Offensive der iranischen kurdischen Milizen ausgesprochen. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Eine kurdische Offensive gegen den Iran würde den Krieg "noch komplizierter machen, als er ohnehin schon ist", mahnt US-Präsident Donald Trump. Der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani spottet derweil über die US-Strategie, die ihn an Venezuela erinnere.

US-Präsident Donald Trump hat eine Offensive der Kurden gegen den Iran abgelehnt. "Ich möchte nicht, dass die Kurden dorthin gehen", sagte der US-Präsident an Bord seiner Präsidentenmaschine zu Journalisten. "Wir haben nicht vor, die Kurden dorthin zu schicken. Wir haben, wie Sie wissen, ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu den Kurden, aber wir möchten diesen Krieg nicht noch komplizierter machen, als er ohnehin schon ist", fügte Trump hinzu.

Am Donnerstag hatte sich Trump in einem Interview noch "voll und ganz" für eine Offensive der iranischen kurdischen Milizen gegen die Regierung in Teheran ausgesprochen.

Die Türkei warnte zuvor davor, dass "durch die Instrumentalisierung ethnischer oder religiöser Gruppen" ein Bürgerkrieg im Iran ausgelöst werden könne. "Es handelt sich um ein äußerst gefährliches Szenario. Wir warnen alle, sowohl den Westen als auch den Osten, offen vor diesem Szenario", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan auf einer Pressekonferenz in Istanbul. Er habe über das Thema auch mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio gesprochen. Die Kurden im Irak hatten beim Kampf der internationalen Koalition gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat eine entscheidende Rolle gespielt.

"Jetzt sitzen sie in der Falle"

Auch der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani warnte die USA davor, iranische Kurden gegen Teheran aufzuwiegeln. "Die Streitkräfte haben diesen Gruppen klar gesagt: 'Wenn ihr einen Fehler macht, werden wir euch zur Rechenschaft ziehen'", sagte Laridschani mit Blick auf die Kurden.

UnbenanntIran-Angriff auf kurdische Kämpferntv-Reporterin erlebt Raketeneinschlag im Nordirak

Das Ziel der USA sei "die grundlegende Auflösung des Irans", sagte der iranische Sicherheitschef bei einem Interview im Staatsfernsehen. Die USA versuchten, im Iran ein ähnliches Szenario wie in Venezuela zu wiederholen, spottete der Sicherheitschef. "Sie dachten, es würde wie in Venezuela laufen: Sie würden zuschlagen, die Kontrolle übernehmen und dann wäre alles vorbei. Aber jetzt sitzen sie in der Falle", fügte er hinzu.

In Venezuela hatte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump zusammengearbeitet, nachdem die USA Präsident Nicolás Maduro entmachtet hatten. "Ich denke, das größte Problem der Amerikaner ist, dass sie den Kontext Westasiens, insbesondere des Iran, nicht verstehen", sagte Laridschani.

Neueste Beiträge

9:07 US-Präsident rudert zurück: Trump lehnt Offensive der Kurden im Iran ab

0 comment Read Full Article