US-Airlines streichen Flüge: Gewalt in Mexiko nach Tod von Drogenboss
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US-Airlines streichen FlügeGewalt in Mexiko nach Tod von Drogenboss
23.02.2026, 00:40 Uhr Artikel anhören(03:20 min)00:00 / 03:20
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Bandenmitglieder zünden Autos an und blockieren Straßen, nachdem die mexikanische Armee den Drogenboss "El Mencho" getötet hat. Kanada und die USA rufen die eigenen Bürger auf, sich in Sicherheit zu bringen. US-Fluglinien lassen Jets auf halber Strecke umkehren.
Wegen gewalttätiger Ausschreitungen in Mexiko nach der Tötung eines gesuchten Drogenbosses durch die mexikanische Armee haben nordamerikanische Fluggesellschaften Flüge in mehrere mexikanische Städte abgesagt. Airlines wie United, Southwest und Air Canada teilten mit, die Städte Puerto Vallarta, Guadalajara oder Manzanillo würden vorerst nicht mehr angeflogen. Einige Flugzeuge, die bereits auf dem Weg nach Mexiko gewesen seien, seien auf halber Strecke umgekehrt.
Das US-Außenministerium rief US-Bürger in Mexiko auf, sich bis auf Weiteres "an ihrem derzeitigen Aufenthaltsort in Sicherheit zu bringen und dort zu bleiben". Die kanadische Regierung wies ihre Bürger in Mexiko an, "unauffällig zu bleiben" und den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten. Kanadierinnen und Kanadier in den Bundesstaaten Jalisco, Michocán und Guerrero sollten sich an ihrem Aufenthaltsort in Sicherheit bringen.
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Zuvor hatte die mexikanische Armee die Tötung des Anführers des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación, Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes, der in Mexiko und im Nachbarland USA auf den Fahndungslisten stand, bekannt gegeben. "El Mencho" sei bei einem Einsatz in der Stadt Tapalpa im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco verletzt worden und auf dem Flug in die Hauptstadt Mexiko-Stadt gestorben, erklärte die mexikanische Armee. Die USA hatten eine Belohnung von 15 Millionen Dollar (12,7 Millionen Euro) für Hinweise zu seiner Ergreifung ausgesetzt.
Kartell von Trump als Terror-Organisation eingestuft
Zuvor hatten mutmaßliche Bandenmitglieder Straßen in Jalisco mit brennenden Autos und Lastwagen blockiert, um die Sicherheitskräfte abzuwehren. Auch im benachbarten Michoacán, wo das Kartell ebenfalls aktiv ist, gab es solche Blockaden. Der Bevölkerung wurde geraten, vorerst nicht aus dem Haus zu gehen.
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Das 2009 von "El Mencho" gegründete Kartell Jalisco Nueva Generación gilt als besonders gewalttätig und ist eines der mexikanischen Drogenkartelle, die US-Präsident Donald Trump als terroristische Organisation eingestuft hat. Die US-Behörden legen dem Kartell zur Last, Kokain, Heroin, Methamphetamin und Fentanyl aus Mexiko über die Grenze in die USA zu schmuggeln.
Die Tötung von "El Mencho" ist der bedeutendste Schlag gegen die mexikanischen Drogenkartelle seit der Festnahme der Drogenbosse Joaquín "El Chapo" Guzman und Ismael "El Mayo" Zambada, die in den USA in Haft sitzen.

