Jemen: USA und Großbritannien greifen Huthi-Ziele in Sanaa an
Die USA und Großbritannien haben erneut gemeinsam Ziele der Huthis im Jemen angegriffen. Die Streitkräfte beider Länder wurden dabei von Australien, Kanada, den Niederlanden und dem Königreich Bahrain unterstützt. Neben der Hauptstadt Sanaa wurden weitere ober- und unterirdische Ziele der Huthi-Miliz attackiert.
Die EU-Staaten haben zuvor eine politische Grundsatzeinigung für den Start eines Militäreinsatzes zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer erzielt. Das teilte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Montagabend nach einem Außenministertreffen in Brüssel mit.
Der Einsatz soll nach Angaben von Diplomaten im Idealfall im kommenden Monat starten und die Angriffe der Huthis aus dem Jemen beenden.
Nach den derzeitigen Planungen wird der EU-Einsatz vorsehen, europäische Kriegsschiffe und luftgestützte Frühwarnsysteme zum Schutz von Frachtschiffen in die Region zu entsenden. Eine Beteiligung an den US-Angriffen gegen Huthi-Stellungen im Jemen ist jedoch nicht geplant.
Die Miliz greift seit Beginn des Israel-Gaza-Krieges zwischen Israel und der Hamas immer wieder Frachter mit angeblich israelischer Verbindung an. Angesichts der Gefahren meiden große Reedereien zunehmend die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg zwischen Asien und Europa durch das Rote Meer und den Suezkanal. Dies hat mittlerweile erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

