COP28: USA kündigen schärfere Regeln für Methanausstoß an
Im Kampf gegen die Erderwärmung wollen die USA die Senkung des Ausstoßes von klimaschädlichem Methan vorantreiben. Der Klimaberater von US-Präsident Biden, Ali Zaidi, und die US-Umweltbehörde EPA kündigten am Samstag auf der Weltklimakonferenz in Dubai neue Standards an, die die Öl- und Gasproduzenten dazu verpflichten sollen, Methanlecks zu schließen.
Außerdem sollen Bohrlöcher besser überwacht werden, damit der ungewollte Austritt des Gases verhindert werden kann.
Vizepräsidentin Kamala Harris, die anstelle von US-Präsident Joe Biden an dem Gipfel teilnahm, betonte, dass die USA und andere Länder mutig handeln müssten, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.
Schädlicher als CO₂
»Die Dringlichkeit dieses Augenblicks ist klar«, sagte Harris. »Die Uhr tickt nicht mehr nur. Sie hämmert. Und wir müssen die verlorene Zeit wieder aufholen.«
Das zweitwichtigste Treibhausgas Methan entweicht unter anderem bei der Förderung von Kohle, Öl und Erdgas. Es bleibt zwar kürzer in der Atmosphäre, ist dafür aber schädlicher als CO₂.
Mit den Maßnahmen streben die USA an, bis 2038 den Ausstoß von geschätzten 58 Millionen Tonnen Methan zu verhindern – das entspricht den Angaben zufolge 1,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid.
Die USA haben gemeinsam mit der EU vor zwei Jahren eine internationale Initiative ins Leben gerufen, die das Methan-Problem gemeinsam angehen will. Mittlerweile haben sich mehr als 150 Staaten angeschlossen.

