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Israel-Gaza-Krieg: US-Außenminister Antony Blinken trifft Mahmoud Abbas in Ramallah

November 05
15:05 2023

US-Außenminister Antony Blinken ist im Rahmen seiner Vermittlungsbemühungen in Nahost bei einem unangekündigten Besuch im Westjordanland Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas zusammengetroffen. Die Palästinenserbehörde veröffentlichte am Sonntag Bilder des Treffens in Ramallah. Der Besuch erfolgte vor dem Hintergrund internationaler Sorge über die wachsende Gewalt im von Israel besetzten Westjordanland.

Blinken bestätigte in dem Treffen laut seinem Sprecher Matthew Miller den Willen der USA, sich für die Bereitstellung lebensrettender humanitärer Hilfe einzusetzen. Blinken machte demnach zudem deutlich, dass die Palästinenser nicht gewaltsam vertrieben werden dürfen. Abbas machte laut einen Sprecher deutlich, dass es eine sofortige Waffenruhe brauche.

Es ist der erste Besuch des US-Chefdiplomaten im Westjordanland seit dem blutigen Angriff der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober. Kürzlich hatte Blinken erklärt, der Gazastreifen solle unter die Kontrolle der Palästinenserbehörde gebracht werden.

Blinken hatte sich am Freitag bei einem Besuch in Israel vergeblich für eine humanitäre Feuerpause in Israels Kampf gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas eingesetzt. Am Samstag führte der US-Chefdiplomat Gespräche in Jordanien.

Mehrere arabische Staaten und die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hatten nach dem Treffen mit Blinken einen »sofortigen Waffenstillstand in Gaza« gefordert. Blinken selbst erklärte, dass mehr getan werden müsse, um palästinensische Zivilisten zu schützen, verurteilte aber auch das Handeln der im Gazastreifen herrschenden, von den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas. Blinken wiederholte seine Forderung nach einer humanitären Feuerpause. Diese ermögliche es aus Sicht der USA, humanitäre Unterstützung nach Gaza zu bringen, und verbessere die Bedingungen für mögliche Freilassungen von Geiseln in der Gewalt der Hamas. Der Amerikaner sprach sich allerdings gegen eine Waffenruhe aus, da diese der Hamas nur Zeit geben würde, sich neu zu ordnen und Israel weiterhin anzugreifen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte bei einem Treffen mit Blinken einen solchen Vorschlag abgelehnt und erklärt, dass es kein zwischenzeitliches Aussetzen der Kampfhandlungen geben könne, bevor nicht alle Geiseln befreit sind.

Am Sonntagabend reist Blinken zu einem Besuch in die Türkei. Dort wolle er unter anderem über mögliche Wege zu einem »dauerhaften und nachhaltigen Frieden im Nahen Osten« sprechen, zu denen »die Einrichtung eines palästinensischen Staates« gehöre, teilte das US-Außenministerium mit.

Kämpfer der Hamas hatten vor vier Wochen rund 1400 Menschen in Israel grausam ermordet und mehr als 240 weitere entführt. Durch die anschließenden israelischen Angriffe in dem dicht besiedelten Palästinensergebiet wurden nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, bis Samstag 9488 Menschen getötet.

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