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Warum uns Diego Maradona so bewegt

November 26
22:09 2020
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Diego Maradona: Die Verzauberung des Sports

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imago sportfotodienst

Es gehört zu den merkwürdigen Zufällen, die es manchmal gibt, dass sich dieser Tage zwei Meldungen aus der Sportwelt kreuzen: der Tod von Diego Maradona mit erst 60 Jahren am Mittwoch und der sogenannte Comeback-Kampf von Mike Tyson in Las Vegas am Samstag. Zwei Größte ihres jeweiligen Fachs, zwei, die der Ruhm erwischte, zwei, die die Extreme des Lebens mitnahmen, mitbekamen wie wenige andere.

Beide wurden 1986 Weltmeister, Maradona in der Blüte seines Könnens bei der WM in Mexiko, Tyson ein paar Monate später beim Titelkampf gegen Trevor Berbick. Maradona, der Tänzer, der Solokünstler am Ball, Tyson, ein gerade mal 20-jähriger Kraftprotz, der alles zu Boden schickte, was den Fehler machte, ihm zu nahe zu kommen. Der jüngste Schwergewichtschampion der Geschichte. Beide gerieten irgendwann aus der Spur, so sehr, dass sie im Grunde nicht mehr zurückfanden, obwohl sie es immer wieder probiert haben.

Die Comeback-Versuche wurden im Laufe der Zeit immer bizarrer, das Bemühen wiederzukommen, immer verzweifelter, fratzenhafter gar, am Rande der Karikatur. Maradona als Trainer bei einem mexikanischen Zweitligisten, Tyson, der sich bei seinem bisher letzten Fight 2005 mitleiderregend von Kampfminute zu Kampfminute schleppte und den Ringrichter fast um den Abbruch anflehte. Das hatte das Niveau von Boris Becker mit der Fliegenklatschenmütze.

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