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Ursula von der Leyen in der Corona-Impfstoffkrise: Das Versagen der EU-Kommissionschefin

January 29
13:29 2021
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Kommissionspräsidentin von der Leyen: »Jetzt müssen die Unternehmen liefern«

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Hans Lucas / Imago Images

Wenn Ursula von der Leyen über Politik redet, geht es nie ohne Superlative, ohne Bombast. Bis vor Kurzem galt das selbst beim hochbrisanten Thema Impfstoff.

Ende November schwärmte die Präsidentin der EU-Kommission, dank der Verträge mit den Herstellern hätten bald »alle Europäer Zugang zu den erfolgversprechendsten Impfstoffen« gegen das Coronavirus. Als dann im Dezember feststand, dass nach Weihnachten die ersten Menschen in der Europäischen Union geimpft würden, kam noch Pathos dazu. »Das ist Europas Moment«, schrieb sie auf Twitter. Und als es Weihnachten mit den Impfungen losging, sprach sie von einem »berührenden Moment der Einigkeit«, von einer europäischen »Erfolgsgeschichte«.

Mittlerweile ist Ursula von der Leyen, 62, merklich stiller. Das dürfte daran liegen, dass sich die vermeintliche Erfolgsgeschichte zum größten Fehlschlag ihrer Karriere auszuwachsen droht.

Europa steht vor einem Impfdesaster. Während Länder wie Israel, Großbritannien oder die USA zügig ihre Bürger impfen, muss die EU Rückschläge im Wochentakt hinnehmen. Erst informierte der Pharmakonzern Pfizer Brüssel, dass er gemeinsam mit dem deutschen Partner Biontech in den nächsten Wochen deutlich weniger Vakzine liefern werde als geplant. Dann verkündete das Unternehmen AstraZeneca, bis Ende März statt 80 nur 31 Millionen Impfstoffdosen bereitzustellen. Und wieder wurde die Kommission kalt erwischt.

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