Turnen: Spitzenturnerinnen erheben schwere Vorwürfe gegen Trainerin Gabriele Frehse
Icon: vergrößernKunstturnerinnen Helene, Pauline Schäfer in der Trainingshalle in Chemnitz: Das Prinzip Zucht und Ordnung
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Sonja Och / DER SPIEGEL
Dem Deutschen Turner-Bund und der Deutschen Turnerjugend ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Angelegenheit. So wird in der alltäglichen Arbeit in den Sportvereinen das Kinder- und Jugendsportangebot verantwortungsvoll gestaltet und gleichzeitig die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen unterstützt. Insbesondere im Turnen entsteht zwischen Mädchen, Jungen und Erwachsenen häufig ein sehr ausgeprägtes Vertrauensverhältnis, weshalb eine besondere Sensibilität für Gefahren geschaffen werden muss.
Quelle: DTB-Website
Es gebe diese eine Situation, sagt Pauline Schäfer, die sich regelrecht in ihre Erinnerung gebrannt habe: Sie turnte in Chemnitz in der Halle auf dem Schwebebalken, unter dem kritischen Blick ihrer Trainerin. Nach dem Abgang war sie überzeugt, von ihr gelobt zu werden, jedes Element hatte geklappt. »Doch als ich vor ihr stand, guckte sie mich an und sagte sinngemäß: Wenn ich dich sehe, könnte ich nur noch heulen.«
17 Jahre alt sei sie damals gewesen, sagt Schäfer, und der Kommentar eine Anspielung auf ihr Gewicht, »eine von vielen«. Ein anderes Mal, so erinnert die Athletin es, habe sie zu hören bekommen, dass sie sich nicht wundern müsse, wenn es am Barren nicht funktioniere, wenn sie so aussehe.

