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Corona-News am Sonntag: Schärfere Corona-Kontrollen am Frankfurter Flughafen

January 24
13:29 2021
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Zwei Polizisten gehen durch das Terminal 1 am Flughafen Frankfurt

Foto: Andreas Arnold / dpa

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77 Ansteckungen mit Südafrika-Virus-Mutation in Großbritannien

10.54 Uhr: In Großbritannien sind nach Angaben von Gesundheitsminister Matt Hancock 77 Ansteckungen mit der in Südafrika aufgetretenen Virusvariante registriert worden. Alle Infizierten stünden mit Reisen aus Südafrika in Verbindung und stünden unter genauer Beobachtung. Mit einer in Brasilien aufgetretenen Virusvariante hätten sich neun Personen angesteckt.

Britische Regierung doch nicht sicher bei tödlicher Virus-Variante

10.21 Uhr: Nach überraschenden Aussagen des britischen Premierministers über eine mögliche höhere Sterblichkeit mit einer Coronavirus-Variante rudert die Regierung nun etwas zurück. Es sei »nicht wirklich sicher, wie tödlich« die Mutation B.1.1.7 ist, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News. Studien hätten unterschiedliche Daten ergeben. Das Risiko bestehe aber, dass mehr Menschen wegen der zuerst in Südostengland entdeckten Variante sterben. Erwiesen sei, dass diese sich schneller übertrage.

Boris Johnson hatte am Freitag gesagt, es gebe »einige Hinweise« dafür, dass die neue Variante mit einer höheren Sterblichkeit verbunden sei. Dies betreffe Männer in ihren Sechzigern. Wissenschaftler hatten sich über Johnsons Aussagen verwundert gezeigt. Es lägen noch nicht ausreichend Daten vor.

Der stellvertretende medizinische Chefberater der Regierung für England, Jonathan Van-Tam, forderte auch geimpfte Menschen auf, sich weiter an die Corona-Regeln zu halten. Es sei noch nicht erwiesen, ob die Impfung auch die Übertragung des Virus verhindere. »Wenn Sie ihr Verhalten ändern, könnten Sie das Virus weitergeben, somit die Zahl der Fälle auf hohem Niveau halten und andere gefährden«, schrieb Van-Tam in der Zeitung »Sunday Telegraph«. Mittlerweile erhalten jeden Tag Hunderttausende Menschen eine Dosis, insgesamt sind es bereits mehr als 5,8 Millionen der insgesamt 66 Millionen Einwohner.

Viele Ämter setzten Homeoffice nicht um

10.07 Uhr: Viele Ämter in Deutschland setzen für ihre Beschäftigten kein Homeoffice um. Eine Umfrage der »Welt am Sonntag« bei 14 großen Städten und 16 Bundesbehörden ergab, dass dort teilweise weniger als die Hälfte der Innendienst-Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten kann.

Am schlechtesten ist demnach die Kieler Stadtverwaltung in Corona-Zeiten für eine Arbeit am heimischen Schreibtisch aufgestellt. Dort können demnach lediglich 17 Prozent der Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Schlecht schneiden auch die Stadtverwaltungen von Erfurt (20,4 Prozent), Frankfurt am Main (28 Prozent), Rostock (bis zu 30 Prozent) und Leipzig (33 Prozent) ab. Die befragten Bundesbehörden sind insgesamt etwas besser für Heimarbeit aufgestellt, doch auch dort gibt es Ausreißer wie etwa das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, wo 45 Prozent der Mitarbeiter derzeit von zu Hause arbeiten können.

Als Gründe für die Umsetzungsprobleme gaben die Verwaltungen und Behörden überwiegend an, erst kürzlich Arbeitsgeräte wie Laptops und Server bestellt zu haben und nun vor Lieferengpässen zu stehen. Zudem seien viele Akten nach wie vor nicht digitalisiert, was Präsenzarbeit notwendig mache.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sprach von ernsten Versäumnissen. »Natürlich können wir jetzt nicht in wenigen Tagen nachholen, was jahrelang bei der Digitalisierung verschlafen wurde«, sagte Heil der Zeitung. »Aber was machbar ist, muss jetzt gemacht werden.« Die Arbeitsschutzregeln gelten gleichermaßen für öffentliche Behörden und Wirtschaft.

Spahn warnt vor Schuldzuweisungen in Corona-Pandemie

09.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor Schuldzuweisungen bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie gewarnt. »Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird. Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne dass es unerbittlich wird. Ohne dass es nur noch darum geht, Schuld auf andere abzuladen«, sagte Spahn der »Bild am Sonntag«.

Für die hohen Infektionsraten und Todeszahlen in der zweiten Welle der Pandemie tragen nach Spahns Worten Politik und Bürger gemeinsam Verantwortung. »Wir hatten alle zusammen das trügerische Gefühl, dass wir das Virus gut im Griff hätten. Die Wucht, mit der Corona zurückkommen könnte, ahnten wir, wollten es aber in großer Mehrheit so nicht wahrhaben.« Er räumte ein, dass die Bundesregierung und die Länder zu zögerlich bei der Pandemie-Bekämpfung waren: »Wir haben dem Virus zu viel Raum gelassen. Wir hätten schon im Oktober bei geringeren Infektionen härtere Maßnahmen ergreifen müssen.«

Die Aufhebung von Einschränkungen für Geimpfte lehnte Spahn ab, bis es ein Impfangebot für alle Bürger gibt. Es gehe dabei um Solidarität. »Wir haben ein Jahr lang solidarisch diese Pandemie durchgestanden. Jetzt können wir uns die Monate, bis jeder geimpft werden kann, auch noch alle an die Regeln halten.«

Schärfere Kontrollen am Frankfurter Flughafen

09.23 Uhr: Die Bundespolizei am größten deutschen Flughafen Frankfurt intensiviert seit Mitternacht die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten der Corona-Pandemie. Dabei werden auch die erforderlichen Einreisevoraussetzungen konsequent überprüft, teilte die Bundespolizeidirektion am Samstagabend in Frankfurt mit. Kontrolliert werden sollen vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test. Auch am Flughafen München mobilisiert die Bundespolizei nach SPIEGEL-Informationen deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere überprüfen zu können.

Die Überprüfungen finden nach Angaben der Bundespolizei in Frankfurt noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle statt – und zwar direkt an den Flugzeugen. Am Sonntag sollen davon voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen sein. Alle Maßnahmen werden demnach in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, der Landespolizei Hessen sowie dem Flughafenbetreiber und den betreffenden Airlines vorgenommen.

Sogenannte Hochinzidenzgebiete sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als Deutschland. Dazu zählen in der Regel Länder mit einem Inzidenzwert über 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche (Deutschland derzeit: 115). Es können aber auch weitere Länder unter dieser Marke unter bestimmten Bedingungen zu Hochinzidenzgebieten erklärt werden. In diese ab Sonntag geltende Kategorie fallen neben anderen Ländern auch Spanien, Portugal, die USA, Tschechien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Ägypten.

CDU-Politiker bringt Neuauflage des Corona-Bonus ins Spiel

09.12 Uhr: Der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, erwägt, Corona-Bonuszahlungen von Arbeitgebern auch für die zweite Jahreshälfte steuerfrei zu stellen. »Es gibt gute Gründe dafür, eine solche Regelung auch in diesem Jahr wieder umzusetzen. Darüber werden wir in der Koalition beraten«, sagte Jung der »Welt am Sonntag«. Der Steuerbonus bringe einen Anreiz, herausragenden Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Krise zu honorieren.

Die Möglichkeit einer einmaligen steuerfreien Sonderzahlung von bis zu 1500 Euro pro Mitarbeiter hatte die Politik zu Beginn der Corona-Pandemie beschlossen. Die Frist für die Zahlung wurde inzwischen vom 31. Dezember 2020 auf Ende Juni 2021 verlängert.

Der SPD-Fraktionsvize Achim Post sagte: »Ich hoffe, dass bis dahin noch etliche weitere Arbeitgeber von der Möglichkeit Gebrauch machen. Dann werden wir Bilanz ziehen und im Lichte der Krisenentwicklung entscheiden, wie es weitergeht.« Der »Welt am Sonntag« zufolge hat fast die Hälfte der 30 Dax-Konzerne den Angestellten eine solche Prämie überwiesen.

Erster inländischer Corona-Fall in Neuseeland seit zwei Monaten registriert

08.39 Uhr: In Neuseeland ist erstmals seit mehr als zwei Monaten wieder eine inländische Corona-Infektion nachgewiesen worden. Wie die Gesundheitsbehörden des Landes mitteilten, wurde das Coronavirus bei einer 56-Jährigen festgestellt, die vor knapp einem Monat von einer Europareise nach Neuseeland zurückgekehrt war. Den Corona-Test nahm sie demnach zehn Tage nach dem Ende ihrer zweiwöchigen Pflicht-Quarantäne nach der Einreise vor.

Die 56-Jährige war am 30. Dezember von einer viermonatigen Reise durch Europa zurückgekehrt. Nach offiziellen Angaben hielt sie sich vor allem in Spanien und den Niederlanden auf. Nach ihrer Einreise sei sie für zwei Wochen in einem Quarantäne-Hotel isoliert worden, das sie am 13. Januar verlassen habe. Zwei Corona-Tests an der Frau während ihrer Isolation seien negativ ausgefallen.

Die Frau habe bereits Tage vor dem positiven Corona-Test Symptome gehabt, teilten die Behörden weiter mit. Nach ihrer Entlassung aus dem Quarantäne-Hotel seien sie und ihr Mann zudem für mehrere Tage durch die nördlich von Auckland gelegene Region Northland gereist und hätten rund 30 verschiedene Orte besucht. Die Kontaktverfolgung laufe nun auf Hochtouren.

Ob nach dem Aufspüren des Corona-Falls ein Lockdown nötig sei, könne noch nicht entschieden werden, sagte Neuseelands Gesundheitsminister Chris Hipkins vor Journalisten. Der Ursprung der Infektion sowie der Virusstamm seien noch unklar. Geprüft wird nach Behördenangaben nun, ob sich die Frau möglicherweise in dem Quarantäne-Hotel angesteckt haben könnte.

Zuletzt war in Neuseeland am 18. November eine inländische Corona-Infektion nachgewiesen worden. Es ist erst das zweite Mal, dass ein Corona-Test bei einem Reiserückkehrer in Neuseeland positiv ausfiel, nachdem dieser die zweiwöchige Pflichtquarantäne in einem der dafür vorgesehenen Hotels absolviert hat.

Neuseeland gilt weltweit als eines der Vorbilder im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Seit dem Beginn der Pandemie wurden in dem Land mit fünf Millionen Einwohnern weniger als 2000 Infektionen nachgewiesen, 25 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19.

Mehr als 12.000 Corona-Neuinfektionen und 349 neue Todesfälle gemeldet

06.25 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.257 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 349 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Vergangenen Sonntag hatte das RKI 13.882 Neuinfektionen und 445 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Am Wochenende fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 111,1. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,01 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Protestaktion: Tschechische Wirte widersetzen sich Corona-Shutdown

00.30: In Tschechien hatten am Samstag landesweit Kneipen und Restaurants aus Protest gegen die Shutdown-Bestimmungen geöffnet. Mitgemacht haben aber weniger als erwartet – die Polizei führte landesweit Kontrollen durch. Lesen Sie hier mehr dazu.

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