USA fliegen neue Luftangriffe: Iran: Straße von Hormus “bis auf Weiteres” gesperrt
Politik
USA fliegen neue LuftangriffeIran: Straße von Hormus "bis auf Weiteres" gesperrt
12.07.2026, 01:34 Uhr Artikel anhören(01:28 min)00:00 / 01:28
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Der Iran schließt die Straße von Hormus wieder. Die Meerenge werde "bis auf Weiteres" gesperrt, erklären die Revolutionsgarden. Zuvor hatten sie ein Handelsschiff beschossen. Die USA reagieren mit neuen Angriffen.
Der Iran hat im Konflikt mit den USA die strategisch wichtige Straße von Hormus geschlossen und mit einer entschiedenen Antwort auf jede militärische Reaktion gedroht. Zuvor hatte die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff in der Meerenge abgegeben und dieses gestoppt. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren.
Infolge dieses Vorfalls werde die Straße von Hormus bis auf Weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Durchfahrt sei verboten. Sollte der "Aggressor" neue Angriffe gegen den Iran starten, hieß es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf "feindlich Stützpunkte" in der Region reagieren.
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Die USA reagierten umgehend: Man greife Ziele im Iran an, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit. Damit reagiere das US-Militär auf den Angriff der Revolutionsgarden auf ein unter zypriotischer Flagge fahrendes Containerschiff in der Straße von Hormus. Ein Besatzungsmitglied werde vermisst und das Schiff sei so beschädigt, dass er die Fahrt nicht fortsetzen könne. Die Angriffe erfolgten auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump, heißt es weiter.
Der Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, so das Centcom. Teheran habe versagt. Es handelt sich demnach bereits um die dritte Angriffswelle der USA gegen den Iran in dieser Woche. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte sich auf X nur knapp zum US-Vorgehen: "Der Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen. Jetzt muss er dafür bezahlen", schrieb er.
Die Hoffnung auf eine baldige Einigung über einen geordneten Schiffsverkehr in der Meerenge dürfte sich damit zunächst zerschlagen haben. Aussicht auf eine Entspannung der Lage am Golf gibt es vorerst nicht.
Verhandlungen unter schwierigen Bedingungen
Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der für den Handel wichtigen Straße von Hormus.
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Die jetzige Eskalation folgt auf eine Woche zunehmender Spannungen und gescheiterter Vermittlungsbemühungen. US-Präsident Trump hatte am Freitag zwar erklärt, die Gespräche mit dem Iran würden fortgesetzt, zugleich aber den Waffenstillstand für beendet erklärt. Zuvor hatten hochrangige US-Vertreter den Iran aufgefordert, sich öffentlich dazu zu verpflichten, die Angriffe auf Schiffe in der Meerenge einzustellen und alle Seewege offenzuhalten.
Vermittler aus Katar und Pakistan sowie der Oman bemühen sich um die Fortsetzung der Verhandlungen. Der iranische Außenminister Abbas Araktschi traf sich im Oman mit seinem Amtskollegen, um über Möglichkeiten einer sicheren Durchfahrt zu beraten. Ob ein für Samstag geplantes Gespräch zustande kam, war zunächst unklar.

