Wolodymyr Selenskyj fordert von Papst Franziskus Verurteilung russischer Verbrechen in der Ukraine
»Opfer und Aggressor können nicht gleichgesetzt werden«: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Papst Franziskus während seiner Audienz darum gebeten, klarer Position in dem Krieg zu beziehen.
Deutliche Worte an den Gastgeber: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Papst Franziskus in einem persönlichen Gespräch aufgefordert, Russlands Verbrechen im Angriffskrieg gegen die Ukraine zu verurteilen. Das berichtete der Politiker am Samstag bei Twitter nach einer rund 40-minütigen Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche. »Opfer und Aggressor können nicht gleichgesetzt werden«, ergänzte Selenskyj.
Franziskus hatte in den Monaten seit dem russischen Angriff mehrmals den Unmut von Ukrainern auf sich gezogen, weil er versucht hatte zu vermeiden, Kriegsparteien direkt anzusprechen und zu kritisieren. Nur so könne man neutraler Vermittler für den Frieden sein, meinte er.
Selenskyj zeigte sich zugleich dankbar für die Anteilnahme des Papstes am Leid von Millionen von Ukrainern. Er sprach bei dem Treffen zudem die Zehntausenden ukrainischen Kinder an, die von den Russen verschleppt worden seien, wie der Präsident berichtete. Alle Anstrengungen müssten einer Heimkehr der Kinder gelten.

