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Wien: Tote und Verletzte nach Attacke in Österreich

November 03
04:19 2020
Einsatzkräfte in Wien am Montagabend Icon: vergrößern

Einsatzkräfte in Wien am Montagabend

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Georg Hochmuth / dpa

In Wien läuft nach dem Terroranschlag am Montagabend ein Großeinsatz der Polizei. Was bisher bekannt ist:

  • Gegen 20 Uhr erreichten zahlreiche Notrufe die Wiener Polizei: In der Innenstadt werde geschossen. Die Polizei bestätigte mittlerweile, dass es mindestens sechs Tatorte gibt, alle im Zentrum. Als Erstes wurde in der Nähe der Synagoge in der Seitenstettengasse geschossen, dabei sei auch ein Polizist schwer verletzt worden, sagte der österreichische Innenminister Karl Nehammer. Anschließend hätten sich die Schießereien in die Innenstadt verlagert.

  • Insgesamt berichten die Wiener Rettungsdienste und der Wiener Bürgermeister von 15 Verletzten, die aktuell in den Krankenhäusern der Stadt behandelt werden. Sieben davon seien schwer verletzt, darunter auch der Polizist; ein Passant wurde von den Tätern ermordet. Michael Binder, Chef der Wiener Spitäler, sagte im ORF: "Seit 22:10 Uhr wurden zum Glück keine weiteren Verletzten eingeliefert."

  • Die Polizei erschoss einen Attentäter an der Ruprechtskirche, nach mindestens einem weiteren mutmaßlichen Terroristen wird gefahndet. Bürgermeister Michael Ludwig sagte, derzeit werde untersucht, ob der tote Angreifer einen Sprengstoffgürtel trage. Bei ihm sei ein Gewehr gefunden worden.

  • Zum Motiv der Täter ist noch nichts bekannt. Die Synagoge war zum Zeitpunkt des Anschlags bereits geschlossen. Bürgermeister Ludwig sagte, auch die nahegelegene Ausgehmeile, das sogenannte "Bermuda-Dreieck", könne möglicherweise das Ziel gewesen sein: Es sei "wahllos auf Personen in den Lokalen geschossen worden".

  • Die Wiener Polizei hat das österreichische Bundesheer zur Unterstützung angefordert. Die Soldaten werden in den kommenden Stunden von der Polizei den Objektschutz in Wien übernehmen, damit sich die Polizisten auf die Jagd nach den weiteren Tätern konzentrieren können.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach in einem Tweet von einem "widerwärtigen Terroranschlag".

Die Polizei werde entschlossen gegen die Täter vorgehen, kündigte Kurz an. "Wir erleben gerade schwere Stunden in unserer Republik." Das ganze Land sei in Gedanken bei den Opfern, Verletzten und ihren Angehörigen.

Icon: Der Spiegel

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