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Tempolimits und Sperrungen: ADAC meldet mehrere neue Blow-ups auf Autobahnen

June 27
17:46 2026

Panorama

Tempolimits und SperrungenADAC meldet mehrere neue Blow-ups auf Autobahnen

27.06.2026, 15:43 Uhr Artikel anhören(03:17 min)00:00 / 03:17

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Die Hitze hat auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr, vor allem ältere Fahrbahnen wölben sich und brechen auf. An diesem Wochenende meldet der ADAC gleich mehrere Abschnitte, auf denen es durch Schäden zu Behinderungen kommt.

Temperaturen rund um die 40-Grad-Marke – und plötzlich wird aus einer glatten Autobahn eine Gefahrenstelle. Die Fahrbahn wölbt sich auf, Beton bricht auf und Straßen müssen gesperrt werden. Der ADAC meldet aktuell gleich mehrere Autobahnabschnitte mit Beschädigungen. Demnach ist auf folgenden Abschnitten Vorsicht geboten:

  • A2 Richtung Hannover: Zwischen Burg-Ost und Burg-Zentrum vorerst gesperrt

  • A2 Richtung Potsdam: Hitzeschäden zwischen Ziesar und Wollin

  • A3 Richtung Köln: Zwischen Mönchhofdreieck und Wiesbadener Kreuz gilt Tempo 80

  • A6 Richtung Heilbronn: Zwischen Kreuz Mannheim und Mannheim/Schwetzingen gibt es erste Schäden

  • A7 Richtung Norden: Fahrstreifen im Süden Hamburgs gesperrt

  • A9 bei Ingolstadt: Blow-ups in beiden Richtungen

  • A10 Richtung Frankfurt (Oder): Zwischen Berlin-Marzahn und Hellersdorf linker Fahrstreifen gesperrt

  • A48 Richtung Trier: An der Rheinbrücke bei Bendorf gilt Tempo 60

  • A93 Richtung Regensburg: Zwischen Weiden-Süd und Luhe Wildenau linker Fahrstreifen gesperrt

Hinzu kommen die bereits zuvor aufgetretenen hitzebedingten Schäden auf der A1 und der A13.

Blow-ups-und-Schlagloecher-koennen-schon-bei-geringem-Tempo-starke-Schaeden-verursachenBlow-ups und Co.So reagiert man richtig bei Straßenschäden durch Hitze

Doch wie kommt es dazu? Die Ursache liegt nach Angaben der Autobahn GmbH im Material selbst. Beton dehne sich bei Wärme aus. Normalerweise werde das bei der Bauweise berücksichtigt. Auf älteren Fahrbahnen könne es jedoch passieren, dass sich der Beton nicht ausreichend in Längsrichtung ausdehnen könne.

Dann baue sich Spannung auf. "Irgendwo muss die Spannung hin – und die entlädt sich dann nach oben", erklärte eine Sprecherin. Die Folge: Die Fahrbahn wölbt sich auf oder bricht auf. Fachleute sprechen von sogenannten Blow-ups.

"Schwitzende Decke"

Solche Schäden treten der Autobahn GmbH zufolge vor allem auf älteren Betonfahrbahnen auf, die stark beansprucht wurden oder bereits mehrfach repariert werden mussten. Neu gebaute Betonfahrbahnen nach heutigem Stand der Technik seien davon nicht betroffen.

Doch nicht nur Beton kann durch hohe Temperaturen Schaden nehmen. Auch Asphalt reagiert auf lang anhaltende Hitze – allerdings anders. Nach Angaben von Experten können sich Fahrbahnen durch intensive Sonneneinstrahlung auf deutlich mehr als 60 Grad Celsius aufheizen. Bleiben die Nächte tropisch warm und kühlt der Belag nicht ausreichend ab, wird das im Asphalt enthaltene Bindemittel Bitumen weich und kann an die Oberfläche treten. Fachleute sprechen dann von einer "schwitzenden Decke".

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Unter der Belastung des Verkehrs können sich anschließend Spurrinnen, Verdrückungen, Aufwölbungen oder sich lösende Asphaltstücke bilden. Anders als bei Beton sind solche plötzlichen Aufbrüche auf Asphaltfahrbahnen jedoch untypisch.

Bei anhaltend hohen Temperaturen verstärkt die Autobahn GmbH ihre Streckenkontrollen. Die Autobahnmeistereien seien dann häufiger unterwegs, um mögliche Schäden möglichst früh zu erkennen.

Ganz ausschließen lassen sich Hitzeschäden dennoch nicht. Deshalb bittet die Autobahn GmbH auch Autofahrer um Mithilfe. Wer auffällige Aufwölbungen, Risse oder andere ungewöhnliche Fahrbahnschäden bemerke, solle diese der Polizei melden. So könnten Gefahrenstellen schnell abgesichert und repariert werden.

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