“Russland zum Frieden zwingen”: Selenskyj kündigt 40-tägige Geheimdienstoperation an
Politik
"Russland zum Frieden zwingen"Selenskyj kündigt 40-tägige Geheimdienstoperation an
26.06.2026, 06:57 Uhr Artikel anhören(02:34 min)00:00 / 02:34
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Mit Langstreckendrohnen trägt die Ukraine Moskaus Angriffskrieg zunehmend nach Russland. Dabei spielen Kiews Geheimdienste eine wichtige Rolle. Nun kündigt Präsident Selenskyj eine längere Operation an.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben nach eine neue Geheimdienstoperation abgesegnet. Die Operation werde 40 Tage dauern und diene dazu, "Russland zum Frieden zu zwingen", schrieb er auf sozialen Netzwerken nach einem Treffen mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Jewheni Chmara. Details nannte er nicht.
Durch den Einsatz verschiedener Drohnentypen habe der SBU über Monate höchste Leistungen bei der Verteidigung der Ukraine gezeigt, schrieb Selenskyj in den sozialen Netzwerken. Dabei hob er insbesondere die Spezialeinheit Alfa hervor, die "bei der Zahl der neutralisierten Besatzer sowie der zerstörten Ausrüstung an der Spitze" stehe.
Angriffe tief in RusslandDas sind die Langstreckendrohnen der Ukraine
Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich nicht nur an der Front, sondern hat den Krieg inzwischen mit Drohnen in das Land des Aggressors zurückgetragen. Selenskyj bezeichnet die Schläge, die sich gegen Militär- und Rüstungsobjekte, aber auch Anlagen der Öl- und Gasindustrie richten, als "Langstrecken-Sanktionen". Für diese Operationen sind oft verschiedene ukrainische Geheimdienste verantwortlich.
Die Spezialeinheit Alfa gilt als eine der schlagkräftigsten Formationen des SBU und sorgte in der Vergangenheit mit spektakulären Einsätzen für Aufsehen. So war sie an der Operation "Spinnennetz" beteiligt, bei der im Juni 2025 mit aus Lastwagen gestarteten Drohnen mehrere weit im russischen Hinterland gelegene Militärflugplätze angegriffen wurden. Dabei wurden mehr als ein Dutzend Flugzeuge getroffen, darunter strategische Bomber.
Lkw, Tarnung, Angriff, ZieleOberst erklärt Details der Geheimoperation "Spinnennetz"
Im vergangenen Dezember attackierte die Einheit zweimal den Militärflugplatz Belbek auf der besetzten Krim und zerstörte laut eigener Darstellung Radar- und Flugabwehrsysteme sowie Kampfjets. Alfa-Kräfte kämpften zudem an der Front, unter anderem in den Schlachten um Bachmut und Awdijiwka sowie während der ukrainischen Kursk-Offensive.

