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USA und Iran verhandeln wieder: Bericht über nahes Kriegsende – Ölpreis stürzt unter 100 Dollar

May 06
14:57 2026

Politik

USA und Iran verhandeln wiederBericht über nahes Kriegsende – Ölpreis stürzt unter 100 Dollar

06.05.2026, 12:55 Uhr Artikel anhören(02:10 min)00:00 / 02:10

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Ein-Containerschiff-liegt-vor-Anker-waehrend-im-Vordergrund-ein-kleines-Motorboot-in-der-Strasse-von-Hormus-vor-vorbeifaehrt
Fahren bald wieder Schiffe durch die Straße von Hormus? (Foto: picture alliance/dpa/ISNA/AP)

Nicht zum ersten Mal kommen aus Washington Signale über ein bevorstehendes Kriegsende. Doch auch die pakistanischen Vermittler sehen offenbar vielversprechende Bewegung bei den Friedensbemühungen. Auf den Märkten macht sich Hoffnung breit.

Die USA und der Iran kommen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge einer Vereinbarung für ein Kriegsende näher. Eine Einigung auf ein Memorandum zur Beendigung des Krieges könne bald erzielt werden, sagte ein pakistanischer Insider aus dem Umfeld der Vermittlungen. "Wir werden das sehr bald abschließen. Wir stehen kurz davor", sagte der Insider. Ein entsprechender Bericht des US-Nachrichtenportals Axios sei zutreffend. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor den Militäreinsatz für Geleitschutz von Handelsschiffen durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus ausgesetzt und von Fortschritten bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Konflikts gesprochen.

Axios zufolge handelt es sich um ein 14 Punkte umfassendes Memorandum. Es werde von dem US-Gesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner mit iranischen Offiziellen verhandelt, sowohl direkt als auch über Vermittler. Die USA erwarteten eine iranische Antwort innerhalb 48 Stunden. Das Memorandum sehe eine 30-tägige Verhandlungsphase über ein detailliertes Abkommen vor, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf US-Regierungsvertreter und andere eingeweihte Personen. In dieser Zeit sollen die iranische Blockade der Schifffahrt in der Straße von Hormus und die US-Blockade iranischer Häfen schrittweise aufgehoben werden.

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Zudem soll der Iran einem Moratorium bei der Urananreicherung zustimmen, während die USA Sanktionen aufheben und eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnten die US-Streitkräfte ihre Blockade wieder aufbauen oder Militäreinsätze wieder aufnehmen, berichtete Axios unter Berufung auf einen US-Vertreter weiter. Der Sender CNBC berichtete unter Berufung auf einen Sprecher des iranischen Außenministeriums, die Führung in Teheran prüfe einen 14-Punkte-Plan der USA.

Neue Hoffnungen auf ein baldiges Ende des US-Iran-Konflikts sorgen auch für Aufbruchstimmung an den Börsen und lassen die Ölpreise abstürzen. Der Dax notierte gegen Mittag rund 2,5 Prozent höher bei 25.002 Zählern. Damit eroberte er die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls rund 2,5 Prozent auf 6008 Zähler. Im Plus lagen auch die Futures für die wichtigsten US-Indizes. "Der Dax dürfte insbesondere von den Aussichten auf potenziell sinkende Energiepreise profitieren", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst des Brokers CMC Markets.

Nordsee-Rohöl der Sorte Brent verbilligte sich um bis zu 11,3 Prozent auf 97,42 Dollar je Fass und notierte damit erstmals seit dem 22. April wieder unter der Marke von 100 Dollar. US-Leichtöl WTI verlor bis zu 12,9 Prozent auf 89,06 Dollar je Fass. Beide Kontrakte erreichten damit ihren niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Sie steuerten in absoluten Zahlen zudem auf ihren größten täglichen Rückgang seit einem Monat zu.

Anleger griffen auch bei Gold zu: Das Edelmetall verteuerte sich um mehr als drei Prozent. "Ein Friedensabkommen, das eine Normalisierung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus ermöglicht, würde den Inflationsdruck mindern und es der US-Notenbank Federal Reserve ermöglichen, die Zinsen im Jahr 2026 zu senken", erläuterte ActivTrades-Analyst Ricardo Evangelista. Niedrigere Zinssätze kurbeln die Nachfrage nach Gold an, das keine Zinsen abwirft, und stützen so den Preis.

In einem solchen Szenario dürften zudem der Dollar und die Anleiherenditen fallen. Ein solches Szenario könnte es dem Edelmetall ermöglichen, über 5000 Dollar zu steigen und sich bis zum Jahresende der Marke von 5500 Dollar zu nähern, sagte Evangelista. Eine schwächere US-Devise macht in Dollar gehandelte Rohstoffe billiger und stützt damit zusätzlich die Nachfrage. Der Dollar-Index lag gegen Mittag gut ein halbes Prozent im Minus bei 97,850 Punkten und damit so tief wie seit Anfang März nicht mehr.

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