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US-Wahl: “Donald Trumps Ankündigung ist Getöse” – der Yale-Jurist Samuel Moyn im Interview

November 05
07:37 2020
Kartons mit Briefwahl-Stimmen in Fulton County, Georgia Icon: vergrößern

Kartons mit Briefwahl-Stimmen in Fulton County, Georgia

Foto: John Bazemore / AP

SPIEGEL: Herr Moyn, Donald Trump will die Stimmenauszählung stoppen und dafür vor den Supreme Court ziehen. Kann er das?

Samuel Moyn: Er kann auf keinen Fall einseitig die Auszählung stoppen. Im Land wird nicht mehr abgestimmt. In einigen Staaten, die die Briefwahl erlauben, wird auf diese Stimmen gewartet. Das ist absolut rechtens.

SPIEGEL: Im Wahlkampf Bush gegen Gore im Jahr 2000 stoppte der Supreme Court die Auszählung. Werden wir das bei dieser Wahl wieder erleben?

Moyn: Nach jetzigem Stand sind die Aussichten schlecht, dass es einer der beiden Kandidaten schafft, die Wahl vor den Supreme Court zu bringen. Bill Stepien, Donald Trumps Wahlkampfmanager, hat mitgeteilt, dass man Juristen nach Wisconsin und Pennsylvania entsandt habe. Doch diese fernliegende Möglichkeit kommt nur dann infrage, wenn die Wahl deutlich enger ist, als es derzeit scheint.

SPIEGEL: Was macht Sie da so sicher? Republikaner und Demokraten liefern sich seit Monaten Schlachten vor Gericht: mehr als 200 in über 40 Staaten. Die Republikaner werden doch sicher kein Mittel ungenutzt lassen.

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