Nachrichten in der Welt


Nachrichten der Welt

Russland-Ukraine-News heute: »Danke Deutschland!«

May 14
10:55 2023

Bundespräsident Steinmeier hat Wolodymyr Selenskyj in Schloss Bellevue empfangen. »Deutschland ist unser wahrer Freund«, schreibt der ukrainische Präsident ins Gästebuch. Und: G7 und EU wollen wohl russische Gaspipelines dauerhaft sperren. Die News.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Selenskyj im Gästebuch: Deutschland ist »unser wahrer Freund«

9.21 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Deutschland für die Unterstützung im Abwehrkampf gegen den Angriffskrieg Russlands gedankt. »In der schwierigsten Zeit in der modernen Geschichte der Ukraine hat sich Deutschland als unser wahrer Freund und verlässlicher Verbündeter erwiesen, der im Kampf für die Verteidigung von Freiheit und demokratischen Werten entschieden an der Seite des ukrainischen Volkes steht«, schrieb Selenskyj auf Englisch ins Gästebuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er ergänzte: »Gemeinsam werden wir gewinnen und den Frieden nach Europa zurückbringen.«

Ausdrücklich bedankte sich Selenskyj bei Steinmeier persönlich für dessen Unterstützung. Er schrieb: »Vielen Dank, Herr Bundespräsident, für Ihre persönliche Unterstützung der Ukraine und Gastfreundschaft« Er dankte auch den Deutschen für ihre »fantastische Solidarität«. Auf Deutsch ergänzte er: »Danke Deutschland!«

Bundespräsident Steinmeier empfängt Selenskyj im Schloss Bellevue

8.54 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum offiziellen Auftakt seines Deutschlandbesuchs in Berlin empfangen. Selenskyj traf am Morgen in einem Autokonvoi am Schloss Bellevue ein, dem Amtssitz des deutschen Staatsoberhauptes. Nach dem Eintrag Selenskyjs ins Gästebuch ist ein Gespräch des Bundespräsidenten mit dem ukrainischen Gast geplant. Auf beiden Seiten sollen je vier Berater dabei sein, hieß es.

Sicherheit für Selenskyj-Besuch in Berlin verstärkt

8.35 Uhr: Zum Deutschland-Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind die Sicherheitsmaßnahmen in Berlin verstärkt worden. Die Polizei setzte am Morgen für Teile des Zentrums der Hauptstadt deutlich verstärkte Sicherheitsvorkehrungen um. Durch eine sogenannte Allgemeinverfügung gelten bis 18 Uhr umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrssperrungen .

Besonders betroffen sind die Bereiche rund um das Regierungsviertel in Mitte. Auch das Befahren der Spree ist damit unter anderem in Höhe des Bundeskanzleramtes nicht mehr möglich. Anwohner der betroffenen zwei Bereiche um Kanzleramt und Bundespräsidialamt sollen zur Legitimation etwa einen Ausweis dabei haben. Über diesen Gebieten waren am Morgen mehrere Hubschrauber zu sehen.

G7 und EU wollen nach Medienbericht die Wiederinbetriebnahme russischer Gaspipelines verbieten

7.55 Uhr: Die Gruppe der sieben führenden Industriemächte (G7) und die Europäische Union wollen russische Gasimporte auf Routen verbieten, bei denen Moskau die Lieferungen unterbrochen hat. Das berichtet die »Financial Times« unter Berufung auf an den Verhandlungen beteiligte Quellen.

Die Entscheidung soll von den G7 auf dem Gipfel in Hiroshima in der kommenden Woche getroffen werden. Sie würde die Wiederaufnahme russischer Gasexporte über Pipelines in Länder wie Polen und Deutschland verhindern. Moskau hatte im vergangenen Jahr die Lieferungen unterbrochen und eine Energiekrise in ganz Europa ausgelöst.

Der Beschluss soll den wirtschaftlichen Druck auf Russland erhöhen, hat aber vor allem Symbolwert: Europa hat sich inzwischen aus der Gas-Abhängigkeit von Russland befreit, die Preise sind in den vergangenen Monaten erheblich gesunken. Der Anteil Moskaus an den europäischen Gasimporten ist von mehr als 40 Prozent auf weniger als 10 Prozent gesunken, und dank eines milden Winters waren die Gasspeicher in der EU stets gut gefüllt.

Möglicher Ablauf des Selenskyj-Besuchs in Deutschland

7.38 Uhr: Aus Sicherheitsgründen wurde das genaue Programm Selenskyjs bislang nicht bekannt gegeben. Es gibt aber Spekulationen, dass der ukrainische Präsident am Vormittag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzler Olaf Scholz (SPD) empfangen wird. Am Nachmittag um 15.30 Uhr steht in Aachen die Verleihung des Karlspreises für europäische Verdienste an, der Selenskyj und dem ukrainischen Volk schon im Dezember zugesprochen wurde. Es ist gut möglich, dass der ukrainische Präsident dafür persönlich nach Aachen reist.

Noch ist nicht klar, ob Selenskyj kommt – aber Vorbereitungen in Aachen laufen

7.24 Uhr: Ob der ukrainische Präsident die Verleihung des Karlspreises in Aachen persönlich besucht, ist noch nicht gesichert. Die Polizei plante ihren Einsatz jedoch von Anfang an unter der Maßgabe, dass Selenskyj kommt. Er gilt als eine der gefährdetsten Personen überhaupt. So sind heute in Aachen mehr als 1000 Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet im Einsatz. Es herrschen extrem strenge Sicherheitsvorkehrungen. Der Bereich um das Rathaus, wo der Preis vor 700 Gästen vergeben wird, soll Stunden vor der Verleihung abgeriegelt werden, der Luftraum über der Stadt gesperrt werden. »Wir haben Sicherheitsbedingungen wie nie zuvor«, sagte Jürgen Linden, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums.

Grüne und CDU begrüßen Verleihung des Karlspreises an Selenskyj

7.19 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann sagte der Deutschen Presse-Agentur, Europa wolle mit der Auszeichnung ein Zeichen setzen: »Wir stehen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer.« Man werde in der Unterstützung der Ukraine nicht nachlassen – »humanitär, wirtschaftlich und mit Waffen«. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach von einem »starken Signal in Zeiten des Krieges«. »Mit Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Aachen ein entschlossener Kämpfer für die Werte des freien Europas gewürdigt.«

Landesweiter Luftalarm in der Ukraine, Explosionen in Ternopil, Sumy und Cherson

6.57 Uhr: Am frühen Sonntagmorgen wurde in der Ukraine ein landesweiter Luftalarm ausgelöst. Wenig später wurden Explosionen aus den Regionen Ternopil, Sumy und Cherson gemeldet. Verantwortlich dafür sollen örtlichen Medienberichten zufolge Raketenstarts von mehreren strategischen Bombern der russischen Luftwaffe aus dem Bereich des Kaspischen Meeres gewesen sein. Informationen aus dem Kriegsgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Entwicklungen bis zum Morgen

  • Der ukrainische Präsident Selenskyj ist gestern am späten Abend in Berlin eingetroffen. Ein VIP-Jet der Luftwaffe holte ihn in Rom ab, wo er mit Staatspräsident Mattarella, Ministerpräsidentin Meloni und Papst Franziskus Gespräche geführt hatte. Lesen Sie hier mehr über die Ankunft Selenskyjs.

  • Bei seinem Besuch im Vatikan hat Selenskyj Papst Franziskus aufgefordert, russische Verbrechen in der Ukraine klarer zu verurteilen: »Opfer und Aggressor können nicht gleichgesetzt werden.« Lesen Sie hier mehr dazu.

  • Am frühen Samstagmorgen wurde bekannt, dass die Bundesregierung ein neues Waffenpaket für die Ukraine schnürt. Nach SPIEGEL-Informationen wäre es mit Panzern, Drohnen und Flugabwehr die größte Waffenlieferung seit Kriegsbeginn. Lesen Sie hier mehr dazu .

  • Russland hat am gestrigen Abend Ternopil attackiert, die westukrainische Heimatstadt der ukrainischen ESC-Teilnehmer »Tvorchi«. Über Schäden und Opfer ist noch nichts bekannt. Lesen Sie hier mehr dazu.

  • In den Luftraum Polens ist ein Flugobjekt aus Richtung Belarus eingedrungen. Das gab das Verteidigungsministerium in Warschau am Samstag auf Twitter bekannt . Vermutlich sei es ein Beobachtungsballon gewesen, das Objekt sei tief im Landesinneren Polens nahe Rypin vom Radar verschwunden. Die Territorialverteidigung ist dort nun auf der Suche nach dem Objekt.

Neueste Beiträge

16:49 P2P Kredit investieren in Deutschland 2026: Strategien, Plattformwahl, Risiken, Diversifikation und Steuern einfach erklärt

0 comment Read Full Article