»Querdenken« und Samuel Eckert: Wie Kinder im Corona-Protest instrumentalisiert werden
Icon: vergrößernAnhänger der »Querdenken«-Initiative bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf den Rheinwiesen in Düsseldorf
Foto: Jonas Güttler / dpa
Der Aufruf ist unmissverständlich. Für Mitte Dezember plant die »Querdenken«-Bewegung eine Demo in Weil am Rhein, im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Es soll um Menschenrechte und eine bessere Zukunft »für unsere Kinder« gehen. »Querdenken«-Chef Michael Ballweg soll kommen, außerdem weitere Stars der Szene sowie Rednerinnen und Redner aus der Region.
»Ganz besonders«, heißt es aber in dem Aufruf, der im Netz kursiert, »freuen wir uns über Beiträge von Kindern, Schülern, Studenten und den Youngsters«. Die Suche nach kindlichen Fürsprechern im Kampf gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung ist kein Zufall.
Im Hintergrund applaudieren die Eltern
Die »Querdenken«-Bewegung ist Anlaufstelle für Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich um ihre finanzielle Zukunft im Shutdown sorgen – aber auch für Esoterikerinnen, Rechtsextreme, Impfgegnerinnen und Reichsbürger, genauso wie Menschen, die glauben, das Coronavirus existiere gar nicht.
Oft geben jedoch fundamentalistische Christen den Ton an – und die ziehen Kinder aktiv mit in den Protest hinein.

