“Hellfire” schlägt ein: US-Militär feuert Rakete auf Tanker vor iranischer Insel
Politik
"Hellfire" schlägt einUS-Militär feuert Rakete auf Tanker vor iranischer Insel
03.06.2026, 01:13 Uhr Artikel anhören(02:10 min)00:00 / 02:10
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Die USA halten ihre Blockade gegen iranische Häfen aufrecht. Nun wurde ein Tanker aus der Luft angegriffen – nach Darstellung des Militärs ignorierte das Schiff zuvor mehrere Warnungen.
Das US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.
Die Besatzung des unter der Flagge Botsuanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen, hieß es weiter. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire (Englisch für "Höllenfeuer") in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht.
Veröffentlicht wurde auch ein Video, dass das angegriffene Schiff zeigen soll. Darauf ist der Einschlag eines Geschosses in den Tanker zu sehen und danach aufsteigender Rauch. Laut Centcom haben US-Streitkräfte im Rahmen ihrer Blockade bislang sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet.
Derzeit stocken die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Während iranische Nachrichtenagenturen berichten, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, erklärte US-Präsident Donald Trump, die Verhandlungen dauerten an. Alle anderen Berichte dazu seien falsch und irreführend.

