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Israel soll Libanon verlassen: Teheran setzt Verhandlungen mit den USA aus – Straße von Hormus vollständig blockiert

June 01
18:16 2026

Politik

Israel soll Libanon verlassenTeheran setzt Verhandlungen mit den USA aus – Straße von Hormus vollständig blockiert

01.06.2026, 16:13 Uhr Artikel anhören(02:19 min)00:00 / 02:19

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Rauch-steigt-nach-einem-israelischen-Militaerschlag-im-Suedlibanon-auf-vom-Norden-Israels-aus-gesehen
Rauchschwaden steigen nach einem israelischen Luftangriff auf das südlibanesische Dorf Arnoun auf. (Foto: picture alliance/dpa/Xinhua)

Das iranische Verhandlungsteam stellt den indirekten Austausch mit den USA über Vermittler ein. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Teheran hat nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim die Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Verbrechen" Israels im Libanon getroffen worden, meldete Tasnim. "Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus", berichtete die iranische Nachrichtenagentur weiter.

Zudem meldete sie, der Iran und die mit ihm verbündete "Widerstandsfront" – zu der auch Gruppen im Jemen, im Libanon und im Irak gehören – planten eine vollständige Blockade der Straße von Hormus. Darüber hinaus sollte eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen eröffnet werden, um Israel und dessen Unterstützer zu bestrafen.

Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Kriegs geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.

Die ohnehin brüchigen Waffenstillstände in der Region geraten damit weiter unter Druck. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte auf der Plattform X, ein Bruch der Feuerpause an einer Front sei ein Bruch an allen Fronten. Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich. Das israelische Militär forderte dessen ungeachtet die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut zur Evakuierung auf und drohte mit neuen Angriffen, sollte die Hisbollah-Miliz weiterhin Raketen abfeuern. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu befahl, die Truppen im Libanon weiter vorrücken zu lassen.

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Europas Börsen geben daraufhin leichte Gewinne ab und drehen ins Minus. Der Dax verliert 0,4 Prozent, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,6 Prozent nach unten. Im Handel wird auf Berichte verwiesen, laut denen ein Waffenstillstand im Libanon Bestandteil einer Einigung zwischen dem Iran und den USA sein müsste. Israel hat zuletzt die Offensive im Nachbarland ausgeweitet. Wirklich überraschend sei das allerdings nicht, heißt es.

Die Öl-Futures notieren derweil höher, da das Wochenende ohne eine Einigung zwischen den USA und dem Iran vergangen ist, während beide Seiten Angriffe austauschen. "Obwohl beide Seiten überarbeitete Vorschläge ausgetauscht hätten, hätten das Ausbleiben eines klaren Durchbruchs und erneute Zwischenfälle in der Region die Sorge verstärkt, dass die Beschränkungen für die Straße von Hormus länger als bisher erwartet in Kraft bleiben könnten", schreibt Joseph Dahrieh von Tickmill in einer Research Note. "Während eine erfolgreiche Einigung letztendlich dazu beitragen könnte, die Preise zu senken, würde die Wiedereröffnung der Schifffahrtsrouten und die Normalisierung der Energieflüsse wahrscheinlich nur schrittweise erfolgen." WTI steigt um 2,9 Prozent auf 89,90 US-Dollar pro Barrel und Brent legt um 2,3 Prozent auf 93,23 US-Dollar zu.

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