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Donald Trump vollstreckt vor dem Amtswechsel noch viele Todesurteile

January 03
10:47 2021
Donald Trump in den letzten Tagen seiner Amtszeit: So viele Urteile wie möglich vollstrecken, bevor Biden antritt Icon: vergrößern

Donald Trump in den letzten Tagen seiner Amtszeit: So viele Urteile wie möglich vollstrecken, bevor Biden antritt

Foto: JIM WATSON / AFP

Amerika versteckt seine staatlichen Hinrichtungen tief im Landesinneren. Die zentrale US-Todeskammer befindet sich im Mittleren Westen, am Rande eines Hochsicherheitsgefängnisses in Indiana. Die Landstraße, die zu dem flachen Klinkerbau führt, heißt Justice Road – Straße der Gerechtigkeit.

Dank eines Todesstrafen-Moratoriums blieb der grün gekachelte Raum im United States Penitentiary Terre Haute 17 Jahre lang ungenutzt. Erst unter Donald Trump ist er wieder zum Einsatz gekommen – und zuletzt häufiger als je zuvor. »November und Dezember«, freute sich ein Aufseher nach Informationen des TV-Lokalsenders Fox59, »werden hoffentlich sehr betriebsam.«

Obwohl immer mehr Amerikaner die Todesstrafe ablehnen, nahm die Trump-Regierung Hinrichtungen auf Bundesebene im Sommer wieder auf. In den fünf Monaten seither wurden zehn Delinquenten exekutiert. Das sind so viele wie in den vorherigen sieben Jahrzehnten zusammen.

Exekutionen auf Bundesebene waren selten, auch vor dem Moratorium. Die meisten Verfahren, die zu Todesstrafen führen, sind Sache der einzelnen Staaten, nur in besonderen Fällen greift das US-Justizministerium ein. Unter Trump hat sich das geändert: Er hat die ausstehenden Vollstreckungen sogar noch beschleunigt.

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