Corona-Schnelltests: Warum Aldi schneller war als Jens Spahn
Icon: vergrößernSchüler bei Selbsttest: »Nur einmal pro Woche ist keine Lösung«
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Ronny Hartmann / dpa
Jens Spahn tat am Donnerstagmorgen im Bundestag das, was er am besten kann: Er wechselte in die Vorwärtsverteidigung. Er sei »dankbar«, dass Bund und Länder in der Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten seinen Vorschlägen gefolgt seien, sagte er.
Was das Thema Schnelltests angeht, dürfte der angeschlagene Bundesgesundheitsminister mit dieser selbstbewussten Sichtweise ziemlich allein dastehen.
Tatsächlich hatte die Runde in der Nacht zuvor von Spahns ursprünglichen Ideen nur wenig übrig gelassen. Kostenlose Schnelltests für alle gibt es nicht seit dem 1. März, wie der Minister das vor zwei Wochen noch verkündet hatte. Das Projekt startet erst am kommenden Montag, und Spahn weist bereits vorsorglich darauf hin, dass die Tests nicht überall gleich verfügbar sein würden.
Bis Anfang April und »schrittweise« wollen Bund und Länder jetzt ihre neue Strategie umsetzen, das gilt auch für die wöchentlichen Schnelltests für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Erzieher. Von Selbsttests für zu Hause, die Spahn mit einer angedachten Eigenbeteiligung von einem Euro für alle verfügbar machen wollte, ist in dem Papier nur noch auf wenigen Zeilen die Rede.

