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Corona-News am Dienstag: Karl Lauterbach fordert vier Wochen Weihnachtsferien

December 08
10:26 2020
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Verlängerte Corona-Ferien über Weihnachten: Karl Lauterbach verlangt in der Bekämpfung der Pandemie härtere Schritte

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Michael Weber / imago images

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Weltcup-Programm im Eisschnelllauf verkürzt

07.56 Uhr: Die ohnehin stark reduzierte Weltcup-Saison der Eisschnellläufer wird weiter verkürzt. An den beiden Wettkampf-Wochenenden im niederländischen Heerenveen (22. bis 24. und 29. bis 31. Januar) entfallen der Teamsprint und die jeweils längste Strecke bei Frauen und Männern (5000 m/10.000 m).

In Zeiten von Corona sind in Heerenveen aktuell die einzigen Weltcups des Winters geplant. Die ursprünglich in Peking angesetzten Weltmeisterschaften sollen vom 11. bis 14. Februar ebenfalls dort stattfinden. Die für diese Wettkämpfe in Heerenveen entworfene »Corona-Blase« wird bis zum Ende des Jahres bei verschiedenen nationalen Meisterschaften getestet.

Umfrage: Viele Menschen bereit zum Corona-Regelbruch an Weihnachten

06.45 Uhr: Viele Menschen sind einer Umfrage zufolge bereit, die eigentlich für gut befundenen Corona-Regeln an Weihnachten zu brechen. Mehr als drei Viertel der Befragten befürworte die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, ergab die Studie im Auftrag der Universität der Bundeswehr München. 42 Prozent sagten aber auch, sie wollten sich unter Umständen über geltende Regeln hinwegsetzen. Die Schnittmenge zwischen beiden Gruppen liege bei 25 Prozent.

Die Bereitschaft zum Regelbruch sei besonders dann gegeben, wenn Menschen die Regeln für übertrieben hielten oder sicher seien, dass nichts passieren könne, heißt es in einer Mitteilung. »Überdurchschnittlich viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Sie eine Situation wie diese im Gegensatz zu anderen Menschen überdurchschnittlich gut einschätzen können – weshalb sie Verbote für andere Menschen gutheißen, sich selbst aber darüber hinwegsetzen«, erläutert Philipp Rauschnabel von der Professur für digitales Marketing und Medieninnovation. »Zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass mehr Menschen die Regeln missachten, wenn sie bemerken, dass andere Menschen das auch machen.«

Grundsätzlich blickt die Mehrheit der insgesamt 1137 online Befragten optimistisch auf das Fest. So stimmten mehr als zwei Drittel der Aussage »Wir machen das Beste draus!« zu. Einige können der Pandemie zu Weihnachten sogar etwas Positives abgewinnen. 28 Prozent glauben demnach, dass die Coronakrise als Ausrede für unliebsame Verpflichtungen herhalten könne, ein Viertel glaubt, dass es dieses Jahr weniger Streit geben wird, und 45 Prozent geben an, weniger Vorweihnachtsstress zu haben.

Großbritannien beginnt mit Impfungen gegen Corona

05.44 Uhr: Vor allen EU-Staaten will Großbritannien am Dienstag mit flächendeckenden Impfungen gegen Corona beginnen. Zuerst sollen über 80-Jährige, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel des Mainzer Herstellers Biontech und dessen US-Partners Pfizer erhalten. 50 Kliniken sollen als Impfzentren dienen. Die logistische Herausforderung ist groß, weil das Mittel bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss.

Als erstes europäisches Land hatte Russland am Samstag in Moskau mit groß angelegten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Auch in China wird bereits geimpft. Dabei werden zunächst jeweils Impfstoffe heimischer Hersteller verwendet.

In Großbritannien erhalten Geimpfte eine Impfkarte als Nachweis, die gleichzeitig als Erinnerung an den zweiten Impftermin rund drei Wochen nach dem ersten erinnern soll. Für die meisten Menschen werde es jedoch noch weit bis ins neue Jahr dauern, bis sie geimpft werden könnten, hieß es vom nationalen Gesundheitsdienst NHS.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat den Start flächendeckender Corona-Impfungen in seinem Land als »riesigen Schritt vorwärts« gelobt. »Ich bin sehr stolz auf die Wissenschaftler, die den Impfstoff entwickelt haben, auf Bürgerinnen und Bürger, die an den Versuchen teilgenommen haben, und auf den (nationalen Gesundheitsdienst) NHS, der unermüdlich die Auslieferung vorbereitet hat.«

Trend zum Homeoffice drückt Umsatz der Büromöbelhersteller

05.32 Uhr: Die deutschen Büromöbelhersteller stehen aufgrund von Corona und Homeoffice unter Druck. Von Januar bis Oktober 2020 schrumpfte der Umsatz der Branche mit ihren 14.000 Beschäftigten um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Branchenverband IBA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. »Wir gehen davon aus, dass sich die Situation zum Jahresende trotz des weiteren Teil-Lockdowns ähnlich darstellen wird«, sagte Verbandssprecherin Barbara Schwaibold. Dann läge das Produktionsvolumen der Büromöbelindustrie für 2020 bei etwa 2,1 Milliarden Euro.

Nach einem guten Start im ersten Quartal seien die Umsätze mit dem Teil-Lockdown im Frühjahr abgestürzt. Allerdings beobachtet der Verband seit August eine stabile Nachfrage nach Beratung. »Grund dafür ist, dass vor allem die größeren Unternehmen sehr früh begonnen haben, sich Gedanken über die künftige Organisation der Arbeit in ihren Unternehmen zu machen und in diesem Zug auch die Arbeitsplatzkonzepte hinterfragt haben.«

14.054 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

05.31 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Deutschland auf hohem Niveau. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.054 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. In der Vorwoche waren es am Dienstag 13.604 neue Fälle. Der bisherige Höchststand war am 20. November mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 423 neue Todesfälle gemeldet worden. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 388.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 487 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 19.342.

DIW-Studie: Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt

05.18 Uhr: Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Abfederung der Coronakrise zeigt einer Studie zufolge Wirkung. Es stabilisiere bereits jetzt die Wirtschaftslage und dürfte mittelfristig das Wachstum anschieben, heißt es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Sommer auf ein mehr als 130 Milliarden Euro schweres Paket unter anderem mit geringerer Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen und Zuschüssen für Familien verständigt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch in diesem Jahr um 1,3 und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent höher liegt als in einem Szenario ohne Konjunkturpaket.

Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass die deutsche Wirtschaft 2020 deutlich schrumpft, im kommenden Jahr aber wieder Fahrt aufnimmt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht für 2020 von einem Einbruch um 5,5 Prozent aus.

Spahn: Härtere Maßnahmen bei anhaltend hohen Infektionszahlen nötig

05.17 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält schärfere Kontaktbeschränkungen für notwendig, sollten die hohen Corona-Infektionszahlen nicht zeitnah zurückgehen. »Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren«, sagte Spahn am Montag dem Fernsehsender Phoenix. Härtere Maßnahmen für einen kürzeren Zeitraum würden auch eher von den Bürgern verstanden »als eine Seitwärtsbewegung der Infektionszahlen mit wahnsinnig viel Ermüdung«.

Der Minister schloss nicht aus, dass es auch einen erneuten Lockdown im Einzelhandel geben könnte. »Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen.«

320 Millionen Schüler müssen wegen Corona zu Hause bleiben

04.14 Uhr: Wegen im Zuge der Corona-Pandemie geschlossener Schulen müssen seit dem 1. Dezember rund 320 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit zu Hause bleiben. Das berichtete das Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in New York unter Berufung auf Daten der Unesco. Damit sei fast jedes fünfte Schulkind weltweit betroffen. Im Vergleich zum 1. November stieg die Zahl der von Schulschließungen betroffenen Jungen und Mädchen noch einmal um fast 90 Millionen. Unicef monierte, durch die Schließungen litten die Kinder unter den verheerenden Auswirkungen auf ihr Lernen, ihr geistiges und körperliches Wohlbefinden, ihre Ernährung und ihre Sicherheit.

Der für Bildung zuständige Unicef-Chef Robert Jenkins sagte, es sei erwiesen, dass Schulen nicht die Hauptursache für die Pandemie seien. »Dennoch sehen wir einen alarmierenden Trend, dass Regierungen wieder einmal Schulen als Erste und nicht als letzte Möglichkeit schließen. In einigen Fällen geschieht dies landesweit und nicht Gemeinde für Gemeinde.« Die Vorteile, die sich daraus ergäben, Schulen offenzuhalten, überwögen bei Weitem die Kosten für ihre Schließung. »Landesweite Schließungen von Schulen sollten um jeden Preis vermieden werden.« Es müssten Schritte unternommen werden, Schulen vor Covid-19 zu schützen.

Japans Premier Suga kündigt weiteres Hilfspaket über 708 Milliarden Dollar an

03.36 Uhr: Japan will am Mittwoch ein neues Konjunkturpaket zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie auf den Weg bringen. Staatschef Yoshihide Suga kündigte neue Hilfen in Höhe von 708 Milliarden Dollar an. Die Finanzspritze solle »neues Wirtschaftswachstum« antreiben, sagte Suga bei einem Treffen der Regierungspartei am Dienstag. Das Paket wird voraussichtlich Subventionen und Anreize umfassen, um umweltfreundliche Investitionen und Ausgaben für die Digitalisierung der Unternehmen anzukurbeln, zwei erklärte Ziele des japanischen Premierministers.

Zuvor hatte Japan bereits mit zwei Hilfspaketen mit insgesamt 2,2 Billionen Dollar versucht, die Auswirkungen der Pandemie für Haushalte und Unternehmen abzufedern. Japan scheint jüngsten Wirtschaftsdaten zufolge auf dem Weg aus der Krise: Das BIP ist im dritten Quartal stärker gewachsen, als zuerst angenommen.

Montgomery fordert »harte Ausgangsbeschränkungen«

Frank Ulrich Montgomery hat sich für strenge Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. »Wir brauchen überall in Deutschland, wo die Infektionszahlen hoch sind, bis Weihnachten harte Ausgangsbeschränkungen, bei denen die Menschen nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen dürfen«, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes der »Rheinischen Post«. »Zur Arbeit, Schule, Kita, in den Supermarkt und zum Arzttermin sollen die Menschen natürlich gehen dürfen, alles andere sollte aber für die kommenden zwei Wochen verboten und sanktioniert werden.«

Nur so könne die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen gesenkt werden. »Das ist wichtig, damit die Intensivstationen die nächsten Wochen arbeitsfähig bleiben. Geht es so weiter wie jetzt, droht ihnen kurz nach dem Jahreswechsel der Kollaps«, sagte Montgomery. Er lobte die vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) angekündigte Verschärfung der Corona-Maßnahmen in dem Freistaat. »Er ist derzeit einer der wenigen Ministerpräsidenten, die verstanden haben, was aus den Infektionsausbrüchen überall im Land folgen muss.«

Das bayerische Kabinett hatte am Sonntag weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen und den Katastrophenfall ausgerufen. Auch auf Lockerungen an Silvester soll nach dem Willen der Landesregierung verzichtet werden. Söder will seine Maßnahmen am Dienstag im Landtag zur Abstimmung stellen, sie sollen am Mittwoch in Kraft treten. Damit würden in Bayern die strengsten Corona-Regeln bundesweit gelten.

Icon: Der Spiegel

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