Corona-Krise und Weltwirtschaft: Wie China seine Dominanz sogar noch weiter ausbaut
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Foto: TINGSHU WANG / REUTERS
Wenn VW-Manager Stephan Wöllenstein, 57, durch Pekings Luxusmeilen schlendert, stößt er neuerdings oft auf leere Regale. Wöllenstein ist Chinachef des weltgrößten Autoherstellers; er kennt das Land seit anderthalb Jahrzehnten. Doch der Konsumrausch, der sich seit Wochen in der Hauptstadt abspielt, hat selbst ihn überrascht: Teure Uhren sind häufig ausverkauft, neue Smartphones schnell vergriffen, edle Handtaschen Mangelware. Und Premiumautos von VW-Töchtern wie Porsche, Audi, Bentley und Lamborghini sind zeitweise schwer erhältlich, so groß ist die Nachfrage.
Es läuft wieder für China. Besser als noch vor wenigen Monaten gedacht. Besser als zu Beginn der Pandemie erhofft. Die Weltwirtschaft lahmt. Die Volksrepublik zieht an. Zieht sie den Rest des Planeten mit?

