Corona in Deutschland: Die erste Krise, an der Angela Merkel scheitern könnte
Icon: vergrößernKanzlerin Merkel im Kabinett: »Sie klingt richtig düster«
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Vor jeder Sitzung des Bundeskabinetts am Mittwochmorgen treffen sich die Regierungsmitglieder von CDU und CSU zum »Schwarzen Frühstück«, wie sie es nennen. Seit der Corona-Epidemie allerdings muss man von der »Schwarzen Schalte« sprechen. Seit Monaten begegnen sich die Kanzlerin, ihr Regierungsteam und die Fraktionsführung in diesen Sitzungen nur noch auf dem Bildschirm.
Aus den Runden dringt selten etwas an die Öffentlichkeit. Es gibt keine Tagesordnung, keine festgelegten Themen. Oft werfen Teilnehmer einen Gedanken oder eine Beobachtung in die Runde, dann wird diskutiert. So war es auch an einem Mittwoch Anfang Februar, als Michael Grosse-Brömer, der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, sich zu Wort meldete.
Die Bauern würden ja gerade wieder mit ihren Traktoren durch das Regierungsviertel rollen, sagte Grosse-Brömer nach Schilderung von Teilnehmern. Sie protestierten gegen das völlig übertriebene Insektenschutzgesetz der SPD-Umweltministerin. »Da müssen wir dringend nacharbeiten«, fand Grosse-Brömer. Agrarministerin Julia Klöckner soll sofort das Wort ergriffen haben: Ja, das sehe sie auch so. Beim Insektenschutz müsse man dringend was machen.

