US-Wahl: Was Menschen dazu bringt, für Donald Trump zu stimmen
Icon: vergrößernSchriftsteller Foer
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Devin Yalkin
Foer, 43, ist einer der profiliertesten amerikanischen Autoren. Er schreibt sowohl Romane als auch Sachbücher. Zuletzt ist 2019 das Buch »Wir sind das Klima!« erschienen. Er hat diesen Text exklusiv für den SPIEGEL geschrieben.
Mehr als 73 Millionen Amerikaner haben für eine zweite Amtszeit von Präsident Donald Trump gestimmt. Oft frage ich mich, und oft genug frustriert und wütend: Was sind das für Leute? Ich kann den Drang verstehen, auf eine unerprobte, aber begeisternde Figur zu setzen, so wie ich selbst es getan habe, als ich 2008 Barack Obama wählte. Aber nach vier Jahren hat Donald Trump uns nicht nur gezeigt, wer er ist, sondern auch, wie er ein Land führt, und das war – außer für Menschen mit vielen Technologieaktien im Portfolio – eine komplette Katastrophe. Und dennoch hat fast die Hälfte der Wähler dafür gestimmt, dass er im Amt bleibt. Sind das alles ignorante Rassisten?
Natürlich nicht. Genauso wenig wie die fast 80 Millionen, die Biden gewählt haben, sozialistische und die Freiheit verachtende Babymörder sind.

