Nach Absage der Pakistan-Reise: Trump: Niemand weiß, wer in Teheran das Sagen hat
Politik
Nach Absage der Pakistan-ReiseTrump: Niemand weiß, wer in Teheran das Sagen hat
25.04.2026, 22:13 Uhr Artikel anhören(03:13 min)00:00 / 03:13
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US-Präsident Trump sagt kurzfristig die Reise der US-Delegation zu Friedensgesprächen nach Pakistan ab. Er tut dies als Zeitverschwendung ab und nennt die geplanten Gespräche sinnlos. Zudem zweifelt Trump an der Handlungsfähigkeit des Mullah-Regimes.
Nach der Absage der Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns, Jared Kushner, nach Pakistan zu Friedensgesprächen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump die Geschlossenheit der Führung in Teheran in Zweifel gezogen. Innerhalb der iranischen Führung gebe es "enorme interne Machtkämpfe und Verwirrung", schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Niemand wisse, wer in Teheran das Sagen habe, "einschließlich sie selbst", so der US-Präsident.
Seine Vertreter hätten schon zu viel Zeit und Arbeit in die Gespräche mit dem Iran gesteckt, begründet Trump zudem die kurzfristige Streichung der Pakistan-Reise der US-Delegation. "Zu viel Zeitverschwendung durch das Reisen, zu viel Arbeit!", teilt Trump weiter mit.
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Zuvor war der iranische Außenminister Abbas Aragtschi nach Gesprächen mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif aus Islamabad abgereist. Pakistan fungiert in dem Konflikt als Vermittler. Aragtschi bezeichnete seinen Besuch auf der Kurznachrichtenplattform X als sehr fruchtbar. Er habe einen tragfähigen Rahmen für eine dauerhafte Beendigung des Krieges vorgestellt. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinten. Die Regierung in Teheran schließt direkte Gespräche mit den USA aus. Einem iranischen Diplomaten zufolge wird das Land zudem keine Maximalforderungen akzeptieren.
Gegenwärtig herrscht eine Waffenruhe. Der Iran hat die Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen transportiert wird, weitgehend gesperrt. Die USA blockieren im Gegenzug die iranischen Ölexporte. Der Krieg begann am 28. Februar mit US-israelischen Luftangriffen auf den Iran. Der Konflikt hat die Energiepreise auf den höchsten Stand seit Jahren getrieben, die Inflation angeheizt und die weltweiten Wachstumsaussichten eingetrübt.
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Indes hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu angeordnet, Ziele der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im Libanon massiv anzugreifen. Zuvor wurden nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur vier Menschen bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet. Die israelische Armee meldet ihrerseits Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel. Die anhaltenden Gefechte stellen die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien auf die Probe.

