Wien: Terroranschlag sorgt für Bestürzung bei Angela Merkel, Emmanuel Macron, Donald Trump und Joe Biden
Icon: vergrößernPolizeiauto vor der Wiener Staatsoper: "Wir sind stärker als Hass und Terror"
Foto: Ronald Zak / dpa
Nach der offenbar islamistischen Terrorattacke von Wien mit mehreren Toten haben sich Regierungschefs und Minister weltweit betroffen gezeigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel drückte den Angehörigen der Opfern ihr Mitgefühl aus – und sicherte Österreich Solidarität zu.
Die CDU-Politikerin teilte mit: "Der islamistische Terror ist unser gemeinsamer Feind. Der Kampf gegen diese Mörder und ihre Anstifter ist unser gemeinsamer Kampf."
Macron: "Wir Franzosen teilen den Schock und die Trauer"
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron twitterte bereits kurz nach dem Angriff auf Deutsch – und schrieb wörtlich: "Wir Franzosen, teilen den Schock und die Trauer von der Österreicher nach einer Angriff in Wien."
Frankreich war in den vergangenen Wochen wiederholt Opfer mutmaßlich islamistischer Terroristen geworden, unter anderem war der französische Lehrer Samuel Paty auf offener Straße enthauptet worden. Macron kündigte nun an: "Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben." Man werde nicht nachgeben.
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich bestürzt nach dem "brutalen Angriff". "Europa steht in voller Solidarität an Österreichs Seite", schrieb sie. Und: "Wir sind stärker als Hass und Terror."
US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden verurteilten den Terroranschlag ebenfalls. "Nach einem weiteren abscheulichen Terrorakt in Europa sind unsere Gebete bei den Menschen in Wien", schrieb Trump. Diese bösartigen Angriffe auf unschuldige Menschen müssten aufhören, fügte Trump hinzu. Die USA stünden an der Seite Österreichs, Frankreichs und ganz Europas im Kampf gegen Terroristen, einschließlich radikal-islamische Terroristen.
Biden twitterte, er und seine Frau Jill beteten nach dem schrecklichen Terrorangriff in Wien für die Opfer und deren Familien. "Wir müssen alle vereint gegen Hass und Gewalt eintreten", ergänzte er. In den USA wird am Dienstag ein neuer Präsident gewählt.
Johnson: "Geeint gegen den Terror"
Bei dem Terrorangriff in der Innenstadt der österreichischen Hauptstadt waren am Montagabend mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Nahe einer Synagoge in einem Ausgehviertel hatten die Täter zahlreiche Schüsse abgefeuert. Die Angreifer zielten nach Darstellung von Augenzeugen auf Menschen in den Lokalen und den Gastgärten. Ein Angreifer wurde nach Angaben des Innenministeriums erschossen, nach mindestens einem weiteren wird gefahndet. Österreichs Innenminister Karl Nehammer sagte, der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz "Islamischer Staat" gewesen.
Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte verurteilte die Attacke scharf. Er sprach von einem "gemeinsamen europäischen Haus", in dem es keinen Platz für Hass und Gewalt geben dürfe. Sein spanischer Amtskollege Pedro Sánchez gab sich zuversichtlich und teilte mit: "Europa wird dem Terrorismus standhalten." Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz schrieb von "entsetzlichen Nachrichten", Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erklärte: "Der Terroranschlag von Wien erschüttert uns zutiefst."
Der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich ebenfalls tief betroffen. An die Österreicher gerichtet schreibt er: "Wir stehen geeint mit Ihnen gegen den Terror." Der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Robert O'Brian, teilte mit: "Es gibt keine Rechtfertigung für derartigen Hass und Gewalt". Uno-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Angriff und schrieb, er verfolge die Entwicklung mit großer Sorge.
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