Teheran will “zurückschlagen”: USA: Haben iranischen Frachter angegriffen und geentert
Politik
Teheran will "zurückschlagen"USA: Haben iranischen Frachter angegriffen und geentert
20.04.2026, 00:28 Uhr Artikel anhören(02:12 min)00:00 / 02:12
- 0.5x
- 0.8x
- 1.0x
- 1.2x
- 1.5x
- 2.0x

Sehr zum Ärger Teherans halten die USA ihre Seeblockade aufrecht. Nun soll es einen Durchbruchsversuch eines sanktionierten Schiffes gegeben haben. Das Militär der Vereinigten Staaten reagiert mit Beschuss. Der iranische Generalstab will Vergeltung üben.
Die US-Marine hat im Arabischen Meer einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. "Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das fast 900 Fuß lang ist (etwa 274 Meter) und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen – was für die Besatzung nicht gut ausging", teilte Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte, war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Straße von Hormus. Über sechs Stunden hinweg habe das US-Militär Warnungen ausgesprochen, denen die Besatzung jedoch nicht nachkam. Das Kriegsschiff "USS Spruance" forderte die Besatzung daraufhin auf, den Maschinenraum zu räumen, und setzte dann mit mehreren Schüssen den Schiffsantrieb außer Gefecht, wie Centcom weiter mitteilte. Das Schiff stehe nun unter US-Kontrolle.
In einem von den USA geteilten Video sind Warnsignale und auch Schüsse zu hören. Die Vereinigten Staaten hatten zuvor eine Seeblockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. Nach Angaben von Centcom wurden im Zuge der Aktion bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren.
Teheran will reagieren
Trump zufolge steht die "Touska" wegen illegaler Aktivitäten auf der Sanktionsliste der USA. Aktuell werde geprüft, was sich an Bord befinde.
Experte: US-Präsident unter DruckFischer: "Trump ist seit dem ersten Kriegstag erpressbar"
"Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen", erklärte der Sprecher des iranischen Generalstabs bei Telegram. Er warf den USA vor, den bis Mittwoch laufenden Waffenstillstand verletzt zu haben.

