Wien: Täter soll islamistisches Motiv gehabt haben
Icon: vergrößernSchwerbewaffnete Polizisten bei ihrem Einsatz in der Wiener Innenstadt
Foto: Roland Schlager / dpa
Die Terrorattacke von Wien wurde Österreichs Innenminister Karl Nehammer zufolge von mindestens einem islamistischen Terroristen verübt. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz "Islamischer Staat" gewesen, sagte Nehammer in Wien.
Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe außerdem als Attrappe einen Sprengstoffgürtel getragen. Er habe offenbar Panik verbreiten wollen.
Die Wohnung des Verdächtigen sei auf der Suche nach belastendem Material durchsucht worden, hieß es. 1000 Beamte seien in Wien im Einsatz. "Wir können derzeit nicht ausschließen, dass es noch andere Täter gibt", sagte Nehammer. Die entsprechenden Ermittlungen liefen auf Hochtouren.
Bei den Schusswechseln in der Wiener Innenstadt am Montagabend war ein Angreifer und ein Passant getötet worden, eine Frau erlag in der Nacht in einem Krankenhaus ihren Verletzungen. Zudem soll es einen weiteren toten Zivilisten gegeben haben. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden 15 Menschen teils schwer verletzt. Die Polizei sprach von sechs Tatorten.
Bürgermeister Michael Ludwig hatte in der Nacht mitgeteilt, dass der erschossene Attentäter wohl keinen Sprengstoffgürtel, sondern eine Attrappe getragen habe. Dies werde derzeit noch näher untersucht. Der Mann sei mit einer Langwaffe, aber auch mit einer Pistole und einer Machete ausgerüstet gewesen. Er sei "sehr umfassend vorbereitet" gewesen, so Ludwig. Die Polizei überprüft derzeit noch die Identität des Attentäters.
Aufgrund der weiteren polizeilichen Ermittlungen wurden die Bürger aufgerufen, die Innenstadt zu meiden.
Wer einen von uns angreift, greift uns alle an", sagte Nehammer. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verurteilte den Angriff als "widerwärtigen Terroranschlag"
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