Ukraine meldet Abschuss von russischem Aufklärungsflugzeug vom Typ A-50
Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein russisches Aufklärungsflugzeug abgeschossen. »Ein weiteres wertvolles russisches Flugzeug vom Typ A-50U wurde über dem Asowschen Meer abgeschossen«, teilte der ukrainische Militärgeheimdienst am Freitag mit und veröffentlichte eine Karte mit der mutmaßlichen Absturzstelle im Süden Russlands. Der Abschuss sei »ein weiterer ernsthafter Schlag gegen das Potenzial und die Fähigkeiten des terroristischen Moskaus«, hieß es weiter.
Beim Modell A-50 handelt es sich um ein russisches Aufklärungsflugzeug, das den von der Nato genutzten Awacs ähnelt. Videos in Onlinediensten zeigten mehrere Lichtblitze in einem dunklen Nachthimmel sowie einen Brand in einer offenbar ländlichen Region.
Die Behörden von Krasnodar im Südwesten Russlands teilten mit, dass die Feuerwehr einen Brand »von etwa 250 Quadratmetern« bekämpfe und dass keine Häuser in Gefahr seien. Demnach sollen »zwei Flugzeuge« in den Vorfall verwickelt sein. Eine offizielle Bestätigung von russischer Seite gab es nicht. Die Staatsagentur Tass sprach lediglich von einem Feuer bei Krasnodar, das ein »herabstürzendes Flugobjekt« verursacht habe.
Die Ukraine hatte bereits im Januar einen Abschuss eines Flugzeugs vom Typ A-50 bekannt gegeben, ebenfalls über dem zwischen Russland und der Ukraine gelegenen Asowschen Meer. Bei dem Vorfall Mitte Januar sollen ein Frühwarnaufklärungsflugzeug vom Typ A-50 und eine fliegende Kommandozentrale Il-22M getroffen worden sein. Russische Militärblogger spekulierten im Januar, ob die eigene Flugabwehr für den Abschuss der Maschinen verantwortlich sei. In den vergangenen zwei Jahren habe es mehrere solcher Fälle gegeben, schrieb der einflussreiche Militärblogger Rybar.
Sollte sich der Verlust bestätigen, wäre dies ein weiterer herber Schlag für die russische Luftwaffe, denn das Flugzeug vom Typ A-50 ist mit teurer Spezialausrüstung ausgestattet und wurde nur in geringer Stückzahl produziert. Die russischen Streitkräfte sollen Berichten zufolge nur über knapp ein Dutzend A-50 verfügen.

