Russischer Kampfjet stürzt bei Kaliningrad ab – zwei Piloten sterben
Ein Kampfjet vom Typ SuchoiSu-30 ist am Samstag bei einem Trainingsflug in der Region Kaliningrad abgestürzt, die beiden Piloten kamen nach Angaben von RIA News ums Leben. Die staatliche Nachrichtenagentur berief sich auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums.
»Das Flugzeug ist in einem verlassenen Areal abgestürzt. Der Flug wurde ohne Munition an Bord durchgeführt. Die Crew des Flugzeugs starb«, teilte das Ministerium demnach mit. Man gehe von einer technischen Fehlfunktion als Absturzursache aus. Weitere Informationen gab es zunächst nicht.
Kaliningrad ist eine russische Exklave zwischen den Nato-Staaten Polen und Litauen.
Ende Juni hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die dauerhafte Verlegung von 4000 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten nach Litauen angekündigt, um die Nato-Ostflanke zu schützen. Litauens Vizeaußenminister Jonas Survila forderte die Bundesregierung im Gespräch mit der »Welt am Sonntag« nun zur Eile auf: »Wir sollten uns jetzt darauf konzentrieren, einen ehrgeizigen und schnellen Zeitplan für die vollständige Stationierung zu vereinbaren«, erklärte Survila. Vilnius sei bereit, »erhebliche Investitionen in die für die Aufnahme der deutschen Truppen erforderliche Infrastruktur zu tätigen«.
Der Politiker zog mit Blick auf den Krieg in der Ukraine einen historischen Vergleich. »Heute fühlen wir uns wie West-Berlin während des Kalten Krieges: umgeben von aggressiven Nachbarn sowohl aus dem Westen, Kaliningrad, Russland, als auch aus dem Osten, Belarus.« Damals sei die Sicherheit West-Berlins unter anderem dadurch gewährleistet worden, »dass in der Stadt eine Garnison in der Größe einer US-Armeebrigade stationiert war, die Berlin-Brigade. Heute bitten wir die Deutschen sowohl symbolisch als auch praktisch, zur Sicherheit beizutragen, indem sie dauerhaft eine kampfbereite deutsche Brigade in Litauen stationieren«, sagte Survila.

