Kurz vor fast fertigem Deal?: US-Militär schießt iranische Drohnen über Hormus ab
Politik
Kurz vor fast fertigem Deal?US-Militär schießt iranische Drohnen über Hormus ab
13.06.2026, 04:50 Uhr Artikel anhören(03:56 min)00:00 / 03:56
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Trotz eines beinahe unterschriftsreifen Abkommens zwischen den USA und dem Iran gehen die Angriffe weiter. Das US-Militär meldet den Abschuss von iranischen Drohnen, die Handelsschiffe in der Straße von Hormus angreifen wollten. US-Präsident Trump ruft Teheran auf, zur Vernunft zu kommen.
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnen abgeschossen, die Handelsschiffe in der Straße von Hormus bedrohten. Der Iran habe die Angriffsdrohnen gestartet, um "Handelsschiffe anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren", teilte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Alle Drohnen seien abgeschossen worden, die Meerenge sei für die Durchfahrt von Schiffen weiterhin "offen".
Die Straße von Hormus liegt zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf. Der Iran hatte die insbesondere für den Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitestgehend blockiert. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Immer wieder werden in der Region Schiffe angegriffen. Die Führung in Teheran gab zuletzt die "komplette" Schließung der Meerenge bekannt, dem widersprach die US-Armee.
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In den vergangenen Tagen hatte es trotz einer seit Anfang April geltenden Waffenruhe und Verhandlungen über eine Friedensvereinbarung intensive gegenseitige Angriffe gegeben. Das US-Militär griff Ziele im Iran an, Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait.
Teheran müsse "schnellstens zur Vernunft kommen", hatte US-Präsident Donald Trump erklärt und den Iran davor gewarnt, weitere Drohnen gegen Schiffe einzusetzen. Trump betonte zugleich, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht. Die Durchfahrt einzelner Schiffe lässt sich jedoch nicht mit den hohen Transitmengen vor dem Iran-Krieg vergleichen: Noch Anfang des Jahres fuhren Berichten zufolge täglich um die 130 Schiffe ungehindert durch die Meerenge.
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Noch am Freitagabend hatte sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi optimistisch über eine baldige Einigung auf eine Friedensvereinbarung mit den USA gezeigt. "Sobald die letzten Phasen unserer Verhandlungen abgeschlossen sind, wird dieses Abkommen unterzeichnet und bekannt gegeben", sagte Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen.
Die Unterzeichnung des Abkommens werde "zunächst digital" erfolgen, kündigte Araghtschi an. "Jede Seite wird remote unterschreiben. Danach wird bekannt gegeben, dass diese Vereinbarung von beiden Parteien unterzeichnet worden ist", führte der Außenminister aus. "Das könnte in den kommenden Tagen passieren." Er sei "sehr zuversichtlich".
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Ein aktueller Entwurf für ein Abkommen zwischen Teheran und Washington sehe die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen vor, erklärte der iranische Chefdiplomat. "Die Seeblockade muss vollständig aufgehoben werden", sagte er. "Das ist der erste Punkt, der in dem Abkommen erwähnt wird." Zudem behandelt der Entwurf Araghtschi zufolge die strategisch wichtige Straße von Hormus. "Der Iran hat die feste Entscheidung getroffen, dass die Verwaltung der Straße von Hormus nicht mehr so sein wird wie zuvor", sagte er. Diesbezüglich würden weiterhin Gespräche mit Oman geführt.

