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Markus Söder: Bayern unterzeichnet Vorvertrag für Sputnik-Impfstoff

April 07
16:36 2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Bild vergrößern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

Foto: Frank Hoermann / SvenSimon / picture alliance

Bayern werde noch am Mittwoch einen Vorvertrag mit einer Firma in Illertissen für den Bezug des russischen Impfstoffs Sputnik abschließen, berichtete Ministerpräsident Markus Söder nach einer Sitzung seines Kabinetts. »Sollte Sputnik zugelassen werden in Europa, dann wird der Freistaat Bayern über diese Firma zusätzliche Impfdosen – ich glaube, es sind 2,5 Millionen Impfdosen – wohl im Juli erhalten, um die Impf-Zusatzkapazitäten in Bayern zu erhöhen«, sagte der CSU-Politiker in München. Der russische Impfstoff hat noch keine Zulassung durch die europäische Arzneimittelagentur EMA erhalten. Das Werk in Illertissen würde den Impfstoff dann im Auftrag der Sputnik-Entwickler produzieren.

  • Eine Meldung über das Unternehmen in Illertissen lesen Sie hier: Sputnik V könnte in Schwaben produziert werden

Söder kündigte außerdem an, dass in Bayern eine neue Regelung für den Einzelhandel eingeführt werde. Unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 könnten alle Läden öffnen. Bei einer Inzidenz von 50 bis 100 gelte für alle Geschäfte bis auf den Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und Apotheken das »Click & Meet«-Verfahren ohne Testpflicht. Von 100 bis 200 sei »Click & Meet« mit einer Testpflicht erlaubt. Über 200 müssten die Geschäfte schließen. Der CSU-Chef wies den Vorwurf zurück, das dies ein Verstoß gegen die von Bund und Ländern verabredete »Notbremse« sei. Diese beziehe sich nicht auf den Einzelhandel, in dem es kaum eine Infektionsgefahr gebe.

Lockerungen fallen vorerst aus

Alle weiteren geplanten Öffnungsschritte werden allerdings um zwei Wochen verschoben, sagte Ministerpräsident Söder. »Auch die Modellregionen werden verschoben, noch mal zwei Wochen«, sagte der CSU-Chef. Er sprach sich zudem erneut für einen kurzen harten Lockdown in ganz Deutschland aus.

»Es ist nicht die Zeit für Experimente«, sagte Söder in einer Pressekonferenz. Man wolle »lieber auf Nummer sicher gehen«. Öffnungsschritte würden jetzt nicht in die Zeit passen.

Söder rechnet in dieser Woche nicht mehr mit einer Konferenz von Bund und Ländern zum weiteren Coronakurs. Es werde wohl keine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte er. Söder begründete dies mit den unterschiedlichen Meinungen unter den Ländern für ein einheitliches Vorgehen etwa für einen erneuten harten Lockdown. Derzeit sehe es leider nicht nach der Einheitlichkeit aus, die für den härteren Kurs notwendig sei.

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