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Joe Biden setzt neues Impfziel: 200 Millionen Impfdosen bis zum 100. Tag im Amt

March 25
21:16 2021
US-Präsident Joe Biden Bild vergrößern

US-Präsident Joe Biden

Foto: KEVIN DIETSCH / POOL / EPA

US-Präsident Joe Biden hat sein Ziel für die laufende Corona-Impfkampagne in den USA verdoppelt: In den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit sollen 200 Millionen Impfungen verabreicht werden. »Ich glaube, wir können das schaffen«, sagte Biden bei seiner ersten formellen Pressekonferenz im Weißen Haus.

Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20. Januar versprochen, dass in seinen ersten 100 Tagen als Präsident mindestens 100 Millionen Impfungen verabreicht werden sollten. Das Ziel wurde bereits Ende vergangener Woche erreicht, nach knapp 60 Tagen im Amt. Der US-Präsident hatte zuvor bereits versprochen, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen im Land bereitzustellen. Insgesamt leben in den USA rund 330 Millionen Menschen.

130 Millionen Dosen wurden in den USA bereits verabreicht

Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge wurden seit Mitte Dezember bereits 130 Millionen Impfungen verabreicht – allein 115 Millionen davon während Bidens Amtszeit. Gut 85 Millionen Menschen erhielten in den USA mindestens die erste Dosis, 46,3 Millionen gelten bereits als voll geimpft.

Derzeit werden in den USA täglich zwischen zwei und drei Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Bidens 100. Tag im Amt ist der 30. April. Um das neue Ziel von 200 Impfdosen bis zu dem Datum zu erreichen, müssen also weiter und ohne Unterbrechung mindestens zwei Millionen Dosen täglich verabreicht werden, besser mehr.

In den USA werden die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer eingesetzt, bei denen zwei Dosen gespritzt werden, sowie der Impfstoff von Johnson & Johnson, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer darf in den USA ab 16 Jahren gespritzt werden.

Biden weist Verantwortung für wachsende Migrantenzahl an Südgrenze zurück

In der Pressekonferenz sprach Biden auch über die steigende Zahl von Menschen, die derzeit an der US-Südgrenze ankommen. Die Republikaner werfen Biden vor, mit seiner liberaleren Migrationspolitik eine Krise an der Grenze ausgelöst zu haben. Biden wies das jedoch zurück.

Die Zahl der Migranten nehme jedes Jahr um diese Zeit zu – und nicht etwa, weil er ein »netter Kerl« wäre, sagte Biden. Der Demokrat kritisierte zudem seinen Vorgänger Donald Trump. Der habe wichtige Teile des US-Asylsystems demontiert, sagte Biden etwa mit Blick auf die Zahl von Betten für unbegleitete minderjährige Migranten. Zuletzt hatte Biden Migranten aus Zentralamerika dazu aufgefordert, sich bis auf Weiteres nicht auf den Weg in die USA zu machen.

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